Berlin : 2. Mai 1979

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Vor 25 Jahren berichteten wir über den Wiederaufbau des Berliner Doms

BERLINER CHRONIK

Im vierten Jahr der Wiederherstellungsarbeiten am wilhelminischen Dom in Ost-Berlin ist ein Ende der Außenarbeiten in Sicht. Im nächsten Jahr sollen sie beendet sein. Augenblicklich wird die neue Kuppel mit Kupfer verkleidet. Der dritte von insgesamt vier Nebentürmen hat gerade seine Metallhaube erhalten. Wenn dann der Glockenturm repariert ist, soll auch das Glockenterzett vervollständigt werden. Die älteste der drei Glocken, auf den Ton „e“ gestimmt, stammt aus dem Jahre 1532, hatte einen Sprung, der in Apolda geschweißt wurde. Für die Wiederherstellung des 1944 erheblich zerstörten Domes neben dem Alten Museum von Schinkel und in Nachbarschaft zum Schlüterschen Zeughaus wurde ein Vertrag zwischen Staat und Kirche geschlossen. Der DDR-Regierung lag daran, daß sich der monströse und ruinöse Sakralbau nach Erneuerung in das „Berliner Forum“ ansehnlich einfügt und nicht als Ruine dem Ansehen des benachbarten „Palast der Republik“ optisch schadet.

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