2000 gegen Deutschland : Linke Demonstration in Mitte und Prenzlauer Berg

Am Abend der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes wird ein Bündnis aus über 30 linksradikalen Gruppen unter dem Motto „Etwas Besseres als die Nation“ in Form einer „Antinationalen Parade“ durch Mitte und Prenzlauer Berg ziehen.

Florian Ernst

Während bis zu 250 000 Menschen am Sonnabend auf dem Bürgerfest den 60. Geburtstag der Bundesrepublik feiern, wird ein Bündnis aus mehr als 30 linksradikalen Gruppen am Abend unter dem Motto „Etwas Besseres als die Nation“ durch Mitte und Prenzlauer Berg ziehen. Die Veranstalter rechnen mit rund 2000 Demonstranten.

Im Gegensatz zur Berliner CDU sieht die Polizei der „Antinationalen Parade“ gelassen entgegen. Der Polizei lägen „keine konkreten Hinweise vor, dass es aus der Demonstration heraus zu Ausschreitungen kommen wird“, teilte Polizeisprecher Frank Millert am Freitag mit. Dennoch bereite sich die Polizei intensiv auf die Veranstaltung vor, da eine „Teilnahme von Personen, die in der Vergangenheit ähnliche Anlässe zur Begehung von Straftaten genutzt haben“, nicht ausgeschlossen werden könne. Man werde die Lage vor Ort genau beobachten und bewerten, sowie „erforderliche Maßnahmen konsequent treffen“. Am Sonnabend werden in Berlin insgesamt 1500 Polizisten im Einsatz sein.

Auch die Veranstalter gingen am Freitag davon aus, dass die Protestparade friedlich ablaufen wird. „Wir bemessen unsere Radikalität nicht an Scharmützeln mit der Polizei“, sagte Marlies Sommer von „Theorie Organisation Praxis“ (T.O.P.) und Vorsitzende des Veranstalter-Bündnisses am Freitag. Das Vorgespräch mit der Polizei sei in entspannter Stimmung verlaufen. „Wir erwarten, dass uns die Polizei keine Steine in den Weg legt“, so Sommer wörtlich. Gegen einen so genannten schwarzen Block würden die Veranstalter selbst jedoch nichts unternehmen. Sollte die Polizei aber versuchen, gegen die Demonstration vorzugehen, „werden wir unseren Demonstrationsteilnehmern nahelegen, ihren Unmut auf dem Bürgerfest der Bundesrepublik kundzutun“, so Marlies Sommer.

Die Demonstration beginnt um 18 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte und soll über Rosenthaler Platz und Kastanienallee bis zur Eberswalder Straße/Ecke Oderberger Straße in Prenzlauer Berg ziehen. Etwa gegen 22 Uhr soll die Veranstaltung enden. Florian Ernst

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