• 2000 Herzinfarkttote durch Lärm Zu viel Dezibel machen krank: Gehör- und Kreislaufschäden

Berlin : 2000 Herzinfarkttote durch Lärm Zu viel Dezibel machen krank: Gehör- und Kreislaufschäden

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Dezibel (dB) ist eine Maßeinheit zum Messen von Schall. Rauschende Blätter zum Beispiel verursachen einen Pegel von 30 dB, eine normallaute Unterhaltung erzeugt 55 dB. Ab 85 dB drohen Gehörschäden, wenn ein Mensch dieser Belastung über Stunden ausgesetzt ist. Weshalb Arbeitnehmer, die zum Beispiel an lauten Maschinen arbeiten, einen Gehörschutz tragen müssen. In Diskotheken werden immer wieder 100 Dezibel gemessen – eine fast unerträgliche Belastung für die Ohren. Ein startender Düsenjet schließlich macht 120 dB Lärm.

Anwohner von verkehrsreichen Straßen haben weniger Gehörschäden zu fürchten als Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Schon ab einer Dauerbelastung von 65 dB am Tage und 55 dB in der Nacht ist nach einer Studie des Umweltbundesamtes und des Robert-Koch-Institutes das Herzinfarkt-Risiko um 20 Prozent erhöht. Dabei lauert die größte Gefahr im Nachtlärm, weil der Schlaf dann weniger erholsam ist. Laut Schätzungen des Umweltbundesamtes sterben jährlich bundesweit 2000 Menschen am durch Verkehrslärm ausgelösten Herzinfarkt. Doch dafür müsse der kritische Lärmpegel mindestens zehn Jahre lang einwirken. I.B.

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