Berlin : "2000 in Berlin! Und wat nu?"

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Seit die Bonner nach Berlin gekommen sind, ist mehr von den Neuberlinern die Rede als früher. Doch bis der Zugezogene nicht mehr Neuberliner genannt wird, ist es ein weiter Weg. Der Berliner Dom will den Bonnern und anderen Neuberlinern nun das Einleben in Berlin erleichtern: Eine Informationsveranstaltung "2000 in Berlin! Und wat nu? Tipps für Neuberliner" am Donnerstag, den 13. Januar, ab 19 Uhr im Dom soll den "Neuen" in Berlin Hilfestellung geben.

Der Abend beginnt mit einem Konzert des Ensembles "Musica Variata" in der Predigtkirche des Berliner Doms. Das Quartett aus Düsseldorf ist ungewöhnlich zusammengesetzt: Sopran, Querflöte, Dudelsack und Orgel sollen dem Publikum die "Faszination der Klänge" vermitteln. Die Musiker spielen Werke von Johann Sebastian Bach, Heinz-Jacob Spelmans und Stephen Adams.

Ab 20 Uhr öffnen sich dem Publikum die Türen der vier Türme des Doms. Dort werden sich Kirchengemeinden beider Konfessionen ebenso präsentieren wie Berliner Vereine, Verbände und Museen. "Wer in eine neue Stadt zieht, muss sich privat erst orientieren", sagt Domkuratorin Margrit Hilmer. "Dabei wollen wir mit dieser Informationsbörse helfen." So kann man sich vom Berliner Sängerbund einen Chor und von einem Tanzsportclub einen Tanzkurs empfehlen lassen oder sich beim Stand des Heimatmuseums Charlottenburg über die Geschichte des Bezirks informieren. Ganz bewusst haben die Veranstalter sich nicht an die großen staatlichen Museen, sondern an die Heimatmuseen gewandt: "Wir wollen den Menschen in seinem Bezirk ansprechen", so Margrit Hilmer. Daher sind auch einige Bezirksämter bei diesem Info-Abend vertreten. Gastronomische Einrichtungen stellen sich ebenfalls vor - mit einem kleinen Imbiss. Der Eintritt ist frei.

Über 2000 Einladungen wurden an Bundesbehörden und neu nach Berlin gezogene Firmen verschickt. Die Domgemeinde hat die Infoveranstaltung in Eigenregie organisiert, nachdem im vergangenen Jahr ein erster Versuch an der mangelnden Zusammenarbeit eines Partners gescheitert war.

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