Berlin : 2005 soll die neue Super-Arena fertig sein

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Wenn der „sehr aggressive Zeitplan“ eingehalten wird – dann könnte mit dem Bau der neuen Großhalle am Ostbahnhof bereits im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden. vermutlich 2005 würde die 16 000 Zuschauer fassende Halle der amerikanischen Anschutz Entertainment Group (AEG) dann eröffnet werden – den bisher geplanten Fertigstellungstermin bereits 2004 nennt der stellvertretende Entwicklungschef der AEG Kevin Murphy inzwischen „unrealistisch“. 150 Millionen Euro will der Unterhaltungskonzern in die Halle investieren, in der unter anderem die konzerneigene Eishockeymannschaft der Berliner Eisbären auftreten soll.

Doch die Halle ist nur das Kernstück eines ganzen neuen Stadtviertels, das zwischen Ostbahnhof und Warschauer Straße, Mühlenstraße und Bahngelände im nächsten Jahrzehnt entstehen soll. Am Mittwoch wurde der städtebauliche Masterplan nach dem Entwurf des Berliner Büros Hemprich Tophof Architekten vorgestellt (siehe Grafik). Von drei Hochhäusern flankiert, sollen insgesamt 600 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche (BGF) gebaut werden – das ist fast doppelt so viel wie auf dem Daimler-Benz-Areal am Potsdamer Platz mit zusammen nur 340 000 Quadratmetern BGF. Diese Grundstücke um die Halle könnten im ersten Quartal 2003 baureif werden – wann aber wirklich gebaut wird, entscheidet sich nach Marktlage. Wobei die AEG aufgrund ihrer weltweiten Aktivitäten nicht die schlechtesten Chancen haben dürfte, Geschäftspartner als Nutzer für die Gebäude zu finden.

Nordwestlich der Halle (1) – deren nsrechte übrigens an den Meistbietenden verkauft werden sollen – soll sich ein Kino- und Entertainment-Zentrum anschließen (2). Zwei Hochhäuser und zwei kleine Plätze bilden den Übergang zu dem Areal, auf dem die Post AG (5) bauen will. Auf der anderen Seite der Halle entsteht ein Bürokomplex mit einem Hochhaus (3), das nach Wunsch der AEG 135 Meter hoch werden soll. Zur Mühlenstraße hin soll es ein Mischgebiet mit Büros, Geschäften und Wohnungen geben (4). Zwischen Halle und Mühlenstraße wird sich ein großer offener Stadtplatz erstrecken. Holger Wild

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