Berlin : 21. Dezember 1978

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Vor 25 Jahren berichteten wir über Weihnachtsversorgungsärger in der DDR

BERLINER CHRONIK

Im Hinblick auf die diesjährige Weihnachtsversorgung gibt es in der DDR-Bevölkerung nicht wenige kritische Stimmen. In Zusammenhang mit Angebotslücken, Qualitätsproblemen und anderen Mängeln hat Radio DDR jetzt erklärt, daß jeder Bürger Versorgungsprobleme „richtig einordnen sollte“. Der Sender räumte ein, daß trotz der Aufwärtsbewegung in der Versorgung „nicht alle Bedürfnisse der Bevölkerung befriedigt werden könnten“. Die jüngsten Tagungen des SED-Zentralkomitees und der Volkskammer hätten „aber unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, daß wir uns mit keinem Engpaß abfinden, daß wir an der Überwindung jeden Mangels arbeiten, mit aller Konsequenz“. Es sei deshalb „eine staatsbürgerliche Pflicht“, die Erscheinungen „richtig“ zu beurteilen: Die „imponierende Gesamtleistung“ auf der einen und die „Widrigkeiten des Alltags“ auf der anderen Seite, denn im Verhältnis zu „unserer Lebensführung insgesamt“ seien sie „eben doch klein“.

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