Berlin : 21. März 1979

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Vor 25 Jahren traten Jugendliche in der Gedächtniskirche in einen Hungerstreik

BERLINER CHRONIK

Die rund 20 Jugendlichen, die sich aus Protest gegen die in Gorleben geplante Atommüll-Deponie seit Freitag in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Hungerstreik befinden, waren auch gestern nicht zu einer Beendigung ihrer Aktion zu bewegen. Sie wollen bis zum 31. März durchhalten. Den Vorschlag von Bischof Kruse, die Diskussion an anderen kirchlichen Orten weiterzuführen, lehnen die Jugendlichen ab. Sie sind der Ansicht, daß sie nur in Verbindung von Hungerstreik und Diskussion über das Problem Atomkraft „gerade in dieser zentral gelegenen Kirche etwas erreichen können“. Bischof Kruse hatte den Jugendlichen erklärt, daß er ihr Anliegen verstehe, ihrer Methode der „Kirchenbesetzung“ aber nicht zustimme. Es handle sich um Hausfriedensbruch.

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