Berlin : 21. Oktober 1978

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Vor 25 Jahren wollten Nachwuchslehrer lieber Arbeitslosengeld als ein Praktikum

BERLINER CHRONIK

Als unerträglichen Mißbrauchs des Systems hat ein Sprecher der Schulverwaltung gestern die finanzielle Nestsuche einer Reihe von jungen Pädagogen bezeichnet: Seinen Worten zufolge beziehen 40 bis 50 Absolventen der Pädagogischen Hochschule lieber Arbeitslosengeld, als sich in ein Praktikantenverhältnis an den Schulen zu begeben. Anspruch auf entsprechende Leistungen können sie geltend machen, wenn sie nach ihrem Examen irgendwo gearbeitet haben. Das Arbeitslosengeld übersteigt dann möglicherweise jene Summe, die ein Lehrer im neugeschaffenen Praktikantenverhältnis der zweiten Ausbildungsphase erhält.

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