Berlin : 22. Mai 1977

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BERLINER CHRONIK

Pro Fahrgast und Fahrt erzielte die BVG 1976 im Durchschnitt 49,42 Pfennig an Einnahmen. Das größte deutsche Nahverkehrsunternehmen bleibt damit weit hinter den durchschnittlichen Einnahmen aller Nahverkehrsunternehmen zurück, die im Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe mit Sitz in Köln zusammengeschlossen sind und immerhin pro Fahrgast rund 71 Pfennig einnahmen. In diesem Durchschnitt auf Bundesebene und für Berlin sind jeweils alle Formen der Fahrausweise (Zeitkarten, Sammelkarten, Einzelfahrscheine und Ermäßigungsfahrscheine) enthalten, wobei für die Unternehmen eine durchschnittliche Fahrtlänge pro Fahrgast von 5,4 Kilometern angenommen wurde. In Berlin sind es beim Bus 4,72 Kilometer, bei der U-Bahn 6,15 Kilometer. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen gibt nach wie vor Anlaß zur Besorgnis. Der Verlust betrug bei der BVG 384 Millionen Mark. Die BVG hat 15 000 Beschäftigte und befördert pro Jahr etwa 500 Millionen Fahrgäste, das sind pro Tag werktags rund zwei Millionen. Von den bundesweit 24 554 Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs stellt die BVG mit 1600 Bussen und rund 900 U-Bahnwagen den „Bärenanteil“.

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