Berlin : 22. November 1978

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Vor 25 Jahren berichteten wir über die Einreisebedingungen nach Polen

BERLINER CHRONIK

Der Senat hat gestern bestätigt, daß die polnische Militärmission in West-Berlin seit Ende 1977 West-Berlinern das Visum für eine Einreise nach Polen verweigert, wenn im Personalausweis des Betreffenden dessen Geburtsort nicht nur mit dem jetzigen polnischen Namen, sondern in Klammern noch mit dem ehemals deutschen Namen angegeben ist. Auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Hönig erklärte der Senat unter Hinweis auf Angaben des Auswärtigen Amtes, daß eine Eintragung des Geburtsortes in Personalpapieren von Personen, die nach dem 8. Mai 1945 geboren wurden, mit dem jetzigen polnischen unter Hinzufügung des deutschen Namens in Klammern korrekt der deutsch-polnischen Paßabsprache von 1970 entspreche. Eine formelle Vereinbarung mit Polen über die Schreibweise von Geburtsorten ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes nicht möglich gewesen. Es gebe in diesen Fragen auch keine übereinstimmenden internationalen Gepflogenheiten.

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