Berlin : 23. Juni 1977

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BERLINER CHRONIK

Trotz sinkender Einwohnerzahlen steigt der Wasserverbrauch. Denn die Bevölkerung stellt höhere Ansprüche an die Hygiene und kann sich mehr Wohnkomfort leisten. Hinzu kommt die Sanierung von Stadtgebieten, in denen bisher für viele das morgendliche Bad oder die kalte Dusche am Abend nur ein Traum waren. Die Wasserwerke rechnen bis 1985 in einer mittelfristigen Prognose mit einem um 15 Prozent gestiegenen Gesamt-Wasserverbrauch binnen zehn Jahren. Wurden 1975 insgesamt 178 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht, so werden es 1985 voraussichtlich 204 Millionen Kubikmeter sein. Grund genug, bei einem sinkenden Grundwasserspiegel immer wieder daran zu erinnern, daß Wasser ein Lebensmittel und in seinen Ressourcen nicht unbegrenzt vermehrbar ist.

Die Wasserwerke stehen dabei zudem noch vor einem Dilemma: Einerseits kann ihnen nur ein großer Wasserverbrauch hohe Einnahmen sichern. Andererseits ist es unwirtschaftlich, hohe Förder-Kapazitäten für die Tagesspitze vorzuhalten.

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