Berlin : 25. April 1979

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Vor 25 Jahren berichteten wir über eine neue Orgel für Wannseer Gemeinde

BERLINER CHRONIK

Für ein anspruchsvolles Projekt hat sich die Wannseer Kirchengemeinde mit ihrem Kirchenmusiker Georg Dietrich auf einen durchaus riskanten Weg gemacht: Sie hatten sich vor dreieinhalb Jahren vorgenommen, die Andreaskirche mit einer Orgel auszustatten, die ihren hohen Ansprüchen an die Musik gerecht werden soll. Doch die Landeskirche konnte dafür kein Geld locker machen. Also sammelten Dietrich und seine Musikfreunde eifrig Spenden und betätigten sich zudem als Plattenproduzenten. Durch Orgelkonzerte mit dem Kinderchor, der Kantorei und befreundeten Musikern der Philharmonie kamen rund 20 000 Mark zusammen. Im Frühjahr 1977 waren bereits 50 000 Mark in der Orgelkasse, jetzt sind es schon 110 000 Mark. Angesichts dieses Geldflusses erklärte sich das Evangelische Konsistorium bereit, den Musikern aus Wannsee ein Darlehen von 60 000 Mark zu bewilligen. Mit dieser Grundlage konnten die Wannseer dann beim dänischen Orgelbauer Christensen das Instrument bestellen. Im Sommer 1980 soll die Orgel in der Andreaskirche installiert werden.

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