Berlin : 25. Juni 1978

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Vor 25 Jahren löste das im Bau befindliche ICC noch echte Begeisterung aus

BERLINER CHRONIK

Am Ende sind sich alle einig: „Dies ist das KongreßZentrum der Zukunft.“ Sprachlosigkeit und Staunen beherrschte zuvor die Runde, als die kleine Schar britischer Firmen-Manager und Verbands-Repräsentanten durch die Baustelle für Berlins neues ICC geführt wird. Tatsächlich gibt die Wanderung durch die Baustelle schon heute einiges von dem preis, was die späteren Kongreßteilnehmer (ab 1979) erwartet. Der Saal 8 etwa, ein Versammlungsraum für 150 Personen, ist fast komplett fertiggestellt. In den Fenstern der Dolmetscher-Kabinen ist das Glas, die Decke ist verschalt, die große Rolle mit dem Teppichboden steht bereits im Raum. Deutlich zu sehen sind die Schächte der tonnenschweren Beton-„Vorhänge“, über welche die Säle voneinander getrennt werden können. Schalldichte ist garantiert. Immer wieder vergleichen die Engländer das neue ICC mit Kongreß-Zentren anderswo, die sie aus ihrer eigenen, zum Teil sehr langen beruflichen Erfahrung kennen. Dabei kommen die heimischen Häuser noch am schlechtesten Weg. „Wer in Wembley auf einer Seiten-Tribüne sitzt, kann nicht einmal auf die Bühne schauen.“

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