Berlin : 26. Juli 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Als Beispiel einer Privatinitiative, die der Staat dankbar aufgriff und förderte, wurde gestern die Eröffnung einer Tagesstätte in Eichkamp gefeiert. Im Grünen wurde dort die erste Tagesstätte für mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche gebaut. Sie nimmt 30 tägliche Besucher im Alter zwischen sechs und achtzehn Jahren auf, die zum Teil bisher wegen der Schwere ihrer Behinderung keine andere Sondereinrichtung in Anspruch nehmen konnten. Manche können nicht selbst essen, andere können nicht laufen oder müssen Windeln tragen. Sie gelten als „nicht schulfähig“. Wer aus diesem Kreis bisher irgendeine andere Einrichtung besuchte, wurde dort nur „aufbewahrt“, wie die Initiatoren sagen, aber nicht betreut. 1975 fanden sich die Eltern solcher schwerstbehinderten Kinder zusammen, um selbst einen Ausweg zu suchen und eine Tagesstätte zu bauen, wo ein Kind nicht „abgegeben“, sondern seinem Leiden entsprechend behandelt werden kann.

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