Berlin : 29. Dezember 1978

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Vor 25 Jahren berichteten wir über Erwartungen der Jüdischen Gemeinde

BERLINER CHRONIK

Konsequenzen von staatlicher Seite gegen den zunehmenden Rechtsextremismus und dessen Neigung zu Gewalttätigkeit erwartet der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Galinski, im neuen Jahr. In einer Erklärung zum Jahreswechsel stellte Galinski fest, bei den verschiedenen neonazistischen Vereinigungen handele es sich um Nachfolgeorganisationen der NSDAP. Die anti-zionistische und anti-israelische Hetze linker Extremisten sei durchaus geeignet, anti-jüdische Gruppenvorurteile älteren Ursprungs zu konservieren und neu zu beleben. „Wir sind entschlossen, das Unsere zu tun, um die Demokratie weiter zu festigen und wir sind davon überzeugt, daß wir dabei von beachtlichen Teilen unserer nicht-jüdischen Umwelt unterstützt werden“, betonte er. Ferner sprach sich Galinski dafür aus, ein bundeseinheitliches Vorgehen in der Extremistenfrage zu erreichen, um sowohl der Schutzbedürftigkeit des demokratischen Staates Rechnung zu tragen als auch zu gewährleisten, daß Bewerber für den öffentlichen Dienst nicht Praktiken ausgesetzt werden, die sich mit demokratischen Vorstellungen über den Freiheitsraum des einzelnen nicht vereinbaren lassen.

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