Berlin : 3. November 1981

Vor 25 Jahren sammelten sich bei Berlins Chauffeuren viele Überstunden an

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Weil sich die Überstunden bei den Fahrern häuften, hat Innensenator Lummer an alle 41 Privilegierten Berlins, denen ein aus öffentlichen Kassen bezahlter „personengebundener Dienstwagen“ zusteht, appelliert, die Wagen zur Entlastung der Chauffeure gelegentlich auch mal selber zu fahren sowie bei nächtlichen Heimfahrten von Veranstaltungen den Fahrer nicht stundenlang warten zu lassen, sondern ein Taxis zu rufen oder die BVG zu benutzen. Anlaß des Lummerschen Vorschlages sind die auflaufenden Überstunden. Bei einer täglichen Arbeitszeit, einschließlich der Bereitschaft, von 12 Stunden, summierte sich das Fahren und vor allem Warten außerhalb der regulären Dienstzeit in den letzten zwölf Monaten auf 11 000 Überstunden. Da eine Stellenvermehrung im Fuhrpark des Senats angesichts der Finanzlage völlig ausgeschlossen sei, ließ Lummer seine Kollegen wissen, daß nur eigenes Steuern und das Umsteigen auf den privaten oder öffentlichen Nahverkehr aus der Misere helfen könne.

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