Berlin : 30. August 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Offensichtlich läßt sich das neue Medium, das uns die Austastlücke des Fernsehbildes als sogenannten „Videotext/Teletext“ geschenkt hat, viel leichter technisch und redaktionell handhaben als juristisch definieren und medienpolitisch einordnen. Das gehört zu den Haupteindrücken dieser Funkausstellung, die gleich mehrere Verfahren zusätzlicher Textinformationen auf dem Bildschirm demonstriert und dabei zwangsläufig auch den Streit um das neue Medium deutlich macht. Unbestritten bleibt, daß es sich – technisch – einerseits um Fernsehsignale handelt, und daß diese Verfahren andererseits geeignet sind, Zeitungsinhalte zu verbreiten. Der Verlegerverband hält das Videotextverfahren für „besonders geeignet“, weil es keine aufwendigen Netzinvestitionen voraussetzt, sofort zur Verfügung stehe und obendrein billig sei. Letztlich befürchtet der Verband, daß die Tageszeitungen von den neuen Techniken ausgesperrt oder unzumutbaren Bedingungen unterworfen werden könnten. Zu befürchten sei aber auch, „daß Leserinteresse abgezogen wird und wirtschaftliche Nachteile (für die Zeitungen) entstehen“.

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