Berlin : 30. Dezember 1980

Vor 25 Jahren gab es Streit um die Vertretung kranker Lehrer

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In einer Vorlage für das Abgeordnetenhaus hat Schulsenator Rasch jetzt das sogenannte Tempelhofer Modell bei der Vertretung kranker Lehrer negativ bewertet. Dabei waren die normalen Pflicht-Unterrichtsstunden von Lehrern einiger Schulen vermindert worden. Die frei gewordenen „Verfügungsstunden“ standen für pädagogische Feuerwehreinsätze zur Verfügung. Dies entspricht nicht dem üblichen Berliner Verfahren, wonach den Bezirken pauschal Lehrerstellen und Finanzmittel für Krankheitsvertretungen gewährt werden. Diese betragen sechs Prozent des Unterrichts-Solls aller Pädagogen. Bei Bedarf soll der Bezirk einen Ersatzlehrer beschaffen, was häufig scheitert oder jedenfalls nicht schnell genug gelingt. Der Tempelhofer Versuch, einen Teil dieser Mittel von vornherein in das Personal einer Schule einzubauen, war im Bezirk selbst positiv beurteilt worden: Man habe den Unterrichtsausfall verringern können und auch die Mehrarbeit der Lehrer reduzieren können.

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