Berlin : 30. September 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Eine kurze Bedenkzeit hat der Inhaber eines Schöneberger Abmelkbetriebes noch erbeten. Dann will er sich entscheiden, ob er sich mit 50 Milchkühen und 150 Schweinen in Lübars eine neue landwirtschaftliche Existenz aufbaut. Nimmt er diese Umsiedlung auf sich, dann könnte noch im Herbst auf einem der dörflichen Höfe im Norden Berlins der Umbau beginnen, der dem Bauern aus der Innenstadt dann schließlich Stallungen und Wohnraum nach den Vorstellungen des Landeskonservators bieten würde. Denn diese neue Milchviehhaltung und die Schweinemästerei wären bereits Teil des Konzeptes, das derzeit für Berlins einziges noch vollständig erhaltenes Angerdorf entworfen wird. Bis zur Grünen Woche dürfte man mit allen Landwirten einig sein, und sie schließlich auch davon überzeugt haben, daß sie ihre Höfe nach wie vor gewinnbringend bewirtschaften und zusätzlich landschaftspflegerische Aufgaben übernehmen sollen. Noch in diesem Herbst wird außerdem mit den Sanierungsarbeiten für die eigentliche Dorfaue begonnen. Zur Verbesserung der Dorfstruktur steht rund eine Million aus dem sogenannten Zukunftsinvestitionsprogramm für Lübars zur Verfügung. Mit diesen Mitteln soll vor allem das Verkehrsproblem gelöst und der Autostrom aus dem Dorf herausgehalten werden. Als Ersatz ist zusätzlicher Parkraum außerhalb des Ortskerns vorgesehen.

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