Berlin : 31. August 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Noch „ziert" eine Baustelle den Rand des Volksparks Wilmersdorf an der Wallenbergstraße. Ein Schacht, drei dicke Rohre im Untergrund, die im U-Bahn-Brückenwerk an der Barstraße verschwinden, markieren die letzte Lücke im Fernwärme-Verbundnetz der Bewag. In den nächsten Tagen - rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode - wird hier das letzte Rohr verschweißt werden, wird die „Naht" zwischen dem Heiznetz Süd mit den Kraftwerken Lichterfelde, Steglitz und Wilmersdorf und dem Netz Nord mit den Kraftwerken Reuter, Moabit und Charlottenburg geschlossen. Seit 1973 wird an dem sechs Kilometer langen Verbindungsstück zwischen beiden Heiznetzen gebaut. Besonders aufwendig war dabei die „Buddelei" im Stadtzentrum, wo die Fernheizrohre gleich an zwei Stellen unter der U-Bahn „hinwegtauchen" mußten. Infolge solcher Schwierigkeiten entstanden Kosten von immerhin 5000 DM pro Streckenkilometer. Diesen Kosten stehen die zahlreichen Vorteile der Fernwärme-Versorgung gegenüber. Absatzsorgen hat die Bewag bei der Fernwärme im übrigen nicht. Im Gegensatz zu anderen Städten, die teilweise auf einen Anschlußzwang pochen und Hauseigentümer per Gerichtsurteil zur Fernwärmeabnahme zwingen, ist in Berlin die Nachfrage größer als das Angebot.

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