Berlin : 31. Juli 1981

Vor 25 Jahren berichteten wir über das Neue Kreuzberger Zentrum

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Der an verkommenen Bereichen immer noch reiche Bezirk Kreuzberg hat mit dem erst sechs Jahre alten Neuen Kreuzberger Zentrum (NKZ) am Kottbusser Tor ein neues Sanierungsobjekt bekommen, dessen Verkommenheit sogar im dunkelsten AlthausGeviert nicht seines gleichen hat. In diesem "Kreuzberger Idyll" wohnen rund 300 Mieter, praktizieren Ärzte, siedeln rund 30 - zumeist türkische - Geschäfte, beten Muselmanen in einer als Karateschule anfangs genutzten Halle, jetzt Behelfs-Moschee. Das in Konkurs gegangene NKZ ist nach Beurteilung des Zwangsverwalters ein "totaler Pleitebau, wirtschaftlich und politisch". Denn Berlin ist mit einer 65-Millionen-Bürgschaft im Wort. Die Wohnungsbau Kredit Anstalt (WBK) steht jetzt in abschließenden Gesprächen mit nicht bezeichneten Partnern über ein "hoffnungsvolles" Sanierungskonzept, das die Instandsetzung des Pleitebaus, dessen technische und finanzielle Sanierung betrifft. Den Instandsetzungs-Aufwand beziffert die WBK mit schätzungsweise 2,5 Millionen DM.

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