Berlin : 32 Meter für die Selbstdarstellung

NAME

Nach der Show ist vor der Show - eine alte Regel aus dem Fußballgeschäft, die auf viele Lebenslagen anzuwenden ist und erst recht auf solch ein durchkomponiertes Ereignis, wie die alljährliche Verleihung des Deutschen Filmpreises es doch darstellt. Vor-, Haupt-, Nachprogramm - alles da. Und von Anfang an beeindruckender denn je. Allein der Spielort der so genannten „Red-Carpet-Show“: Mit 32 Metern Länge so imponierend wie nie zuvor und nur noch durch einen fliegenden Teppich zu übertreffen. 32 Meter Gelegenheit zur Selbstdarstellung auf dem Weg ins Tempodrom – welche Chance für den weiteren Weg durch die Glamourgesellschaft, die sich heute Abend wieder pünktlich einfinden wird. Oder genauer gesagt nur ihr größerer Teil, 2000 Gäste, während der andere Teil der Promminenten-Liga, immerhin 1500, sich in der britischen Botschaft tummelte, um das Thronjubiläum der Queen zu begehen.

„Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ - der alte Friedrich-Hollaender-Titel, den Udo Lindenberg spät im Tempodrom singen will, bekommt da ganz unerwartete Nebenbedeutung, denn es war doch davon auszugehen, das der eine oder andere für Udo und Queen Karten besaß und nun sich nicht zu entscheiden wusste. Jede gesellschaftliche Gruppe hat eben ihr ganz besonderes Päckchen durchs Leben zu tragen.

Der Kanzler hatte da die erste Mega-Party dieses Tages schon hinter sich, den Besuch bei den Laubenpiepern, bei dem sicher die eine oder andere Flasche Bier für ihn abfiel. Abends ins Tempodrom wollte er auch kommen und werde dies gewiss tun, wie die zuständige PR-Agentur versicherte. Nur Doris werde wohl nicht dabei sein. Schade eigentlich. ac

0 Kommentare

Neuester Kommentar