Berlin : 35 Küchensterne

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Einmal jährlich wäre in Berlin die Gelegenheit, ein Menü mit 35 Michelin-Sternen zu genießen - im Durchschnitt, denn es kommen immer andere Küchenstars auf Einladung der "Bunten" zur Gala Anfang Dezember. Doch am Ende ist es wohl sicherer, das Menü der bestens eingespielten Küche des Palace-Hotels unter Matthias Buchholz zu überlassen, und die anderen Chefs den Plauderrunden an den Tischen. Wolfgang Ritter, der Redaktions-Gourmet des, wie man heute zu sagen beliebt, "People-Magazins", addiert alljährlich die Noten der verschiedenen Restaurantführer und wählt mit eigenem Akzent seine hundert besten Küchenchefs, von denen dann auch jene zur Gala nach Berlin eilen, die die Stadt sonst nur vom Hörensagen kennen. Nummer eins seit acht Jahren: Harald Wohlfahrt. Hinter ihm geht es stets nur um Nuancen, und wie sich nun Hans Haas und Helmut Thieltges und Dieter Müller und Heinz Winkler die folgenden Plätze teilen, das ist wohl nicht nur ihnen selbst relativ egal. Berlin bekam reichlich Lob ab, vor allem für Karlheinz Hauser und Michael Hoffmann vom "Margaux", der nun allerhand frischem Ruhm auch den Titel des kreativsten Kochs des Jahres hinzufügen darf. Ja, und Karl Stiehle, der Palace-Direktor und unermüdliche Förderer der Gourmet-Küche, ist jetzt sogar im Besitz eines Preises für sein Lebenswerk. Bei dieser Gelegenheit kam heraus, dass Küchenchef Buchholz - liiert mit SFB-Moderatorin Britta Elm - neben seinem Privatleben nun auch seinen Vornamen geklärt hat: Matthias mit zwei t. Als ständig "Mathias" in den Zeitungen auftauchte, zeigte ihm seine Mutter die Geburtsurkunde ... Seine hervorragende Küche blieb unverändert.

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