Berlin : 350 Denkmäler frei zur Besichtigung

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Wo steht das kleinste Haus von Kreuzberg? Beim Tag des offenen Denkmals kommt der dörfliche Winzling an der Oranienstraße 46 groß heraus, kann am Sonntag besichtigt werden (nur nach Voranmeldung unter 0178/284 6173). Zu besichtigen ist auch die einstige Hutfabrik Gattel an der Prinzenallee 58 in Wedding: Vorn ein palazzoähnliches Wohnhaus, hinten Fabrik – am Sonnabend für Führungen von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Verregnet war es letztes Jahr, die Wetteraussichten sind für Sonnabend und Sonntag günstiger. Rund 350 Stationen stehen auf dem Programm, das bundesweit unter dem Motto „Rasen, Rosen und Rabatten“ steht und sich besonders mit historischen Gärten und Parks beschäftigt. Aber auch für Baudenkmale wie das kleinste Haus oder die Hutfabrik ist Platz im Programm. Mit rund 65 000 Besuchern an beiden Tagen wird gerechnet.

Die Veranstaltung lockt erfahrungsgemäß auch viele Touristen nach Berlin, sagt Christine Wolf vom Landesdenkmalamt. Sie selbst will den Tempelhofer Franckepark und den Geschichtspark Zellengefängnis Moabit kennenlernen.

Das Programmheft liegt gratis bei den Bürgerämtern der Bezirke aus, ist auch im Internet veröffentlicht. Zu den 600 Gartendenkmalen gehören nicht nur Volks-, und Schlossparks, auch private Gärten, Plätze, Friedhöfe, das Strandbad Wannsee, der Luisenstädtische Kanal in Kreuzberg. Führungen gibt es auch durch „Siedlungen der Moderne“ aus den Zwanzigerjahren – die Wohnanlagen Schillerpark, Carl Legien, Siemensstadt Hufeisensiedlung, Gartenstadt Falkenberg und Weiße Stadt. Sie kandidieren für die Unesco-Welterbeliste.

Vorab gibt es am Freitag von 10 bis 18 Uhr Vorträge und Diskussionen im Alten Stadthaus, Klosterstraße 47 in Mitte. Der Eintritt ist frei. Programmauskünfte sind bis Sonntag von 8 bis 18 Uhr auch unter 25 79 67-71/-72 zu erhalten.C. v. L.

www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmaltag

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