Berlin : 4. Juli 1980

Vor 25 Jahren wurde für Berlin ein Wohnhaus-TÜV gefordert

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Als „flankierendes Instrument zur Städtebauförderung“ empfiehlt das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) eine Art öffentlichrechtlichen Häuser-TÜV. Das geltende Wohnungsaufsichtsgesetz wird vom difu als nicht wirksam genug betrachtet. Allerdings räumten die Sprecher des difu ein, daß rund 30 Prozent der Beanstandungen von Mietern auf gütlichem Wege mit dem Hauseigentümer geregelt würden. Das Institut ermittelte, daß bei rund 595 000 (vor 1949) gebauten Wohnungen mittlere bis erhebliche Schäden nicht beseitigt wurden. Erhebliche Mängel sind laut difu bei mindestens 150 000 Wohnungen nachzuweisen, deren erforderliche Instandsetzung bei vier Milliarden Mark Aufwand läge. Abhilfe sei aus finanziellen Gründen aber in den nächsten zehn Jahren nicht zu erreichen, in welcher Zeit aber die Mängel gravierender würden.

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