Berlin : 40 Jahre Mauerbau: Gedenken an die Teilung

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Die Mauer ist weg, doch noch ist sie in unseren Köpfen - das könnte der mahnende Leitspruch sein zur Gedenkveranstaltung zum Mauerbau, die am 17. Juni auf dem früheren Grenzstreifen am Reichstag stattfinden soll. Einen Tag lang werden Flüchtlinge und Fluchthelfer, Politiker und Journalisten über ihre Erinnerungen an Mauerbau und Mauerfall sprechen. Es sei Pflicht, die Geschichte nicht zu vergessen und sie der Jugend nahe zu bringen, sagte Markus Meckel, Ratsvorsitzender der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am Donnerstag. Die Teilung des Landes beschäftige die Menschen bis heute. Weitere Organisatoren der Großveranstaltung sind das Dokumentationszentrum Berliner Mauer, das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung, die Bundeszentrale für Politische Bildung und der Deutschlandfunk.

Angelica Domröse und Winfried Glatzeder, die Darsteller aus dem DEFA-Film "Paul und Paula", werden bei der Gedenkveranstaltung dabei sein, auftreten wird auch die Liedermacherin Bettina Wegner, die 1983 aus der DDR ausgebürgert wurde. Sprechen wird Lothar Loewe, der Leiter des Ostberliner ARD-Büros, der nach seinen Worten "an der Mauer wird auf Menschen geschossen wie auf Hasen" nicht mehr aus der DDR berichten durfte. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wird die ganztägige Veranstaltung um halb zwölf eröffnen. Obwohl der Mauerbau sich erst am 13. August zum 40. Mal jährt, beginnt das Gedenken vorher: Denn bereits am 15. Juni 1961 sagte der damalige DDR-Staatschef Ulbricht den legendären Satz, den die Organisatoren zum Leitspruch machten: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

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