Berlin : 40 Jugendliche lieferten sich Schlägerei

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Vermutlich war es die Verabredung zu einer Massenschlägerei, als sich rund 40 Jugendliche am frühen Dienstagnachmittag nahe dem Einkaufszentrum am Wilhelmsruher Damm im Märkischen Viertel trafen. Zehn von ihnen attackierten bereits einen 19-Jährigen mit Fußtritten und Faustschlägen. Doch Zivilbeamte kamen rechtzeitig, um Schlimmeres zu verhindern. Zwei aus deutschen und ausländischen Jugendlichen bestehende Gruppen standen sich gegenüber. Ein 15-jähriger Täter, der flüchtete, wurde kurz darauf gefasst. Die anderen Schläger entkamen.

Nachdem die Polizei die Prügelei beendet hatte, weigerten sich einige aus der Gruppe zu gehen. Um zu vermeiden, dass wieder die Fäuste fliegen, sind die Jugendlichen von Polizeiautos in Alt Lübars und am U-Bahnhof Paracelsusbad „ausgesetzt worden“, sagte ein Ermittler. „So stellt man sicher, dass die Gruppen getrennt sind und erst einmal eine Weile brauchen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder in die Tatortnähe zu kommen.“

Vom 15-jährigen festgenommenen Angreifer wurden Fingerabdrücke genommen. Anschließend brachten die Beamten ihn zum Jugendnotdienst nach Charlottenburg, da seine Eltern nicht zu Hause waren. Nach Polizeiangaben sei noch unklar, warum es zu der Schlägerei gekommen war. Ob die Jugendlichen sich zuvor verabredet hatten, sei ebenfalls nicht bekannt. Den Ermittlern lägen zudem keine Anzeichen dafür vor, dass es sich um einen Fall von „Happy Slapping“ handelt: In den vergangenen Monaten häuften sich die Fälle, bei denen größere Gruppen Jugendlicher ein zuvor ausgesuchtes Opfer brutal angriffen und dieses dann per Handy filmten. tabu

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