Berlin : 40 Millionen mehr für Arzneimittel

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Die Berliner Kassenärzte dürfen in diesem Jahr 871 Millionen Euro für Arzneimittel für gesetztlich versicherte Patienten ausgeben – 40 Millionen Euro mehr als 2005, aber 90 Millionen weniger, als die Kassenärztliche Vereinigung (KV) forderte. Rechnerisch sind das rund 285 Euro pro Versicherten und Jahr. Dies legte das Schiedsamt fest, nachdem sich Kassen und Ärzte nicht einigen konnten. Die Chefin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Angelika Prehn, sagte, Patienten müssten sich nun darauf einstellen, dass die Ärzte noch sparsamer verordneten. Außerdem lehnte das Schiedsamt den Antrag der Kassen ab, allen Kassenärzten kollektiv die Honorare zu kürzen, wenn das Arzneibudget überschritten wird. So lasse sich dem Trend drastisch steigender Arzneimittelausgaben nicht entgegen steuern, kritisieren die Kassen. Unabhängig davon muss jeder Mediziner aber weiterhin mit Regressforderungen rechnen, wenn er sein individuelles Arzneibudget überzieht. I.B.

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