Berlin : 5. Februar 1981

Vor 25 Jahren berichteten wir über Einsparungen bei der Familienbetreuung

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Das Schöneberger Bezirksamt hat jetzt 17 Familien, die von Familienhelfern unterstützt werden, mitgeteilt, daß es nicht weiter Geld für diese Betreuung auszahlen kann. Als Grund gab Jugendstadtrat Barthel (SPD) an, daß durch die 30prozentige Haushaltssperre für Sachmittel der ohnehin sehr knappe Finanztopf für diese Arbeit früher als erwartet ausgeschöpft sei. Die Sperrung der Mittel bedeutet zunächst, daß die Verträge der Familienhelfer nicht mehr verlängert werden. Bartel erklärte die Rechtskonstruktion so: Die Familien, die bedürftig sind, erhalten das Geld für die Familienhelfer (16 Mark pro Stunde bei Verträgen bis zu 19 Stunden pro Woche) vom Bezirk und zahlen ihrerseits die Helfer aus. So wird ein Anstellungsverhältnis mit dem Bezirk vermieden. Die Helfer sollen Familien, die als sehr labil gelten, im täglichen Leben betreuen. Insbesondere sollen sie versuchen, eine Heimunterbringung der Kinder zu verhindern. 65 Familien werden in Schöneberg so betreut.

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