Berlin : 5. März 1981

Vor 25 Jahren berichteten wir über die Kritik an Recycling-Projekten

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Nach der FDP hat sich auch die CDU entschieden gegen die Absicht des Senats ausgesprochen, die Stadtreinigung an der Wiederverwertung von Abfällen (Recycling) zu beteiligen. Nachdem inzwischen rund zehn Prozent der Berliner Bevölkerung an die getrennte Erfassung von Glas- und Papierabfällen angeschlossen seien, wäre es „ökonomisch und ökologisch unvertretbar“, erklärte der Umweltexperte der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Dr. Volker Hassemer, wenn ohne Berücksichtigung der bisherigen Leistungen privater Firmen von der Stadtreinigung (BSR) ein neues System aufgebaut würde. Besonders bei der Entsorgung von Industrie und Gewerbe würde es nach der Auffassung Hassemers zu „katastrophalen Konsequenzen“ führen, wenn sich der Eigenbetrieb in die Arbeit der privaten Firmen „hineindrängen“ würde. Die Recycling-Ansätze der Stadtreinigung seien bisher regelmäßig im Sande verlaufen.

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