Berlin : 50 Haftbefehle nach dem 1. Mai

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Die Justiz zeigt auch bei diesem 1. Mai Härte: Von den 179 in der Walpurgisnacht und am 1. Mai in Kreuzberg festgenommenen Personen erhielten 50 einen Haftbefehl. Im vergangenen Jahr hatte es 78 Haftbefehle nach 193 Festnahmen gegeben. Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Zahlen spiegeln den friedlicheren Verlauf wieder, hieß es. Wie berichtet, hatte es den ruhigsten 1. Mai seit 20 Jahren gegeben. Der Polizei gelang es wiederum, zahlreiche Täter „beweissicher“, also durch Videobilder überführt, festzunehmen. In früheren Jahren hatte man die meisten Festgenommenen am nächsten Tag laufen lassen müssen, weil Beweise fehlten.

46 der 50 Gewalttäter, gegen die Haftbefehl erlassen wurde, waren erwachsen. Nur vier waren Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Auch eine 18-jährige Frau erhielt Haftbefehl. Nach Angaben der Polizei kamen auch in diesem Jahr die meisten Randalierer aus Berlin, nicht jedoch unbedingt aus Kreuzberg. Ein Teil war eigens zu den Mai-Feiertagen nach Berlin gereist, vor allem aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Ausländer waren nur wenige unter den Festgenommenen.

Von den 50 Personen mit Haftbefehl müssen nur 17 tatsächlich in Haft. Die anderen wurden von der Haft „verschont“, wie Juristen sagen. Dies ist meist der Fall, wenn die Tat weniger gravierend ist und der Täter einen festen Wohnsitz hat. Ha

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