Berlin : 50 Konzerte für die Liebe

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Fünfzigmal will er in den nächsten vier Monaten in deutschen Städten seine „Serenata d’Amore“ erklingen lassen. So hat Björn Casapietra seine neue Konzerttournee genannt, die der Tenor am 29. Dezember in Berlin starten will. Der Schauspieler Casapietra hat gerade einen Kinofilm abgedreht – als korrupter Chef einer Plattenfirma stand der smarte junge Mann bei Sharon von Wietersheim in „Die Zeit, die man Leben nennt“ vor der Kamera. An Selbstbewusstsein mangelt es dem 36-jährigen Berliner nicht – dass ihn die Feuilletons bei seinen beruflichen Sprüngen zwischen dem Sänger und dem Schauspieler Björn Casapietra so recht nicht wahnehmen wollen, ficht ihn nicht an. Angeblich „wurscht“ sei ihm das, sagte er mal diesem Blatt und bescheinigte sich selbst „eine gewisse Musikalität und eine schöne Stimme“. Beides hat er geerbt – von der italienischen Mutter Celestina Casapietra, die jahrzehntelang Publikumsliebling an der Staatsoper Unter den Linden war, und vom Vater Herbert Kegel, dem legendären Generalmusikdirektor der Dresdner Philharmonie. Als gelungene Mischung sieht sich der 1970 in Genua geborene und später in Rauchfangswerder im Südosten von Berlin behütet aufgewachsene Sohn, der auch schon mal in TV-Reklamespots für Ferrero-Küsschen warb. Auf seiner dritten CD lässt er seine Zuhörer aber lieber in „Meines Herzens Wahrheit“ eintauchen. Mit der darin musikalisch geäußerten Schwere sei nun aber Schluss, ließ der Künstler, der sich gern als Strahlemann vom Typ Mamas Liebling gibt, jetzt wissen. Es sei Zeit, „frischer und leichter“ zu werden. Warm dagegen sollte der nächste Sommer schon werden, will der Berliner aus Genua doch da auf dem Gendarmenmarkt „La Dolce Vita“ präsentieren – so soll Björn Casapietras italienische Nacht zum Festival „Classic Open Air“ heißen. hema

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