Berlin : 6. Dezember 1979

Vor 25 Jahren berichteten wir über freigekaufte DDR-Häftlinge

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Kauft die Bundesrepublik der DDR außer politischen Häftlingen auch Kriminelle ab? Diese Frage drängt sich nach dem Erpressungsversuch gegen das KaDeWe und vor Beginn eines Prozesses wegen Bankraubes vor dem Kriminalgericht auf. Einer der KaufhausErpresser war im Mai für 40 000 Mark aus der DDR freigekauft worden, sämtliche fünf jetzt wegen Bankraubs Angeklagten sind gleichfalls von der Bundesregierung freigekaufte ehemalige DDR-Häftlinge. Nach der Darstellung des innerdeutschen Ministeriums durchlaufen Freigekaufte eine zweifache Kontrolle. Zunächst würden sie im Notaufnahmelager von der Kriminalpolizei überprüft. Danach wird geprüft, ob das Urteil des DDR-Gerichts gegen rechtsstaatliche Grundsätze verstoßen hat.

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