60 000 Autos täglich : Nur noch eine Fahrspur auf der Heerstraße

Es sind Staus in Sicht: Arbeiten an der Stößenseebrücke und der Freybrücke im Verlauf der Heerstraße werden den Verkehr von und nach Spandau jahrelang behindern. Los geht es jetzt am 26. Februar.

von
Pendler über die Havel. So soll die neue Freybrücke einmal aussehen, auf der heute täglich mehr als 60 000 Autos fahren. 
Pendler über die Havel. So soll die neue Freybrücke einmal aussehen, auf der heute täglich mehr als 60 000 Autos fahren. Simulation: promo/Senatsverwaltung

STÖSSENSEEBRÜCKE

Voraussichtlich bis Ende April gibt es an der Stößenseebrücke statt zwei Spuren je Richtung nur noch jeweils eine Spur, was erfahrungsgemäß zum Stau führen wird. Mehr als 60 000 Autos sind hier täglich unterwegs. Im Berufsverkehr wird sogar eine vorhandene fünfte Spur genutzt. Die BVG will bei großen Verspätungen zum Teil ihre Buslinien ändern. Die M 49 soll wie bisher fahren, die X 34 wird dann auf zwei Äste aufgeteilt (einmal vom Zoo bis zum S-Bahnhof Olympiastadion sowie von Kladow bis zum Rathaus Spandau). Und die X 49 nur noch als Verstärker eingesetzt werden. Verspätungen befürchtet die BVG auch auf anderen Strecken im Spandauer Bereich, weil der Verkehrsbetrieb annimmt, dass sich viele Autofahrer andere Wege suchen werden und dann dort die Straßen verstopfen. Verärgert sind die Planer der BVG, weil sie erst auf Nachfrage bei der Senatsverkehrsverwaltung von den Einschränkungen informiert worden sei. Die 1908/1909 gebaute und inzwischen denkmalgeschützte Brücke über den Stößensee wird saniert. Da die Arbeiten unterhalb der Fahrbahn stattfinden, werden auf der Brücke keine Arbeiten zu sehen sein.

FREYBRÜCKE
Nur wenige hundert Meter entfernt erwartet die Autofahrer der nächste Engpass. Dort beginnen in den kommenden Wochen die Arbeiten für den Abriss und Neubau der Freybrücke über der Havel – zunächst mit dem Bau einer Behelfsbrücke. Diese wird zwei Spuren je Richtung haben, die allerdings schmaler sein werden. 2015 soll der Verkehr dann über die neue Brücke rollen. Eine Sanierung des ebenfalls denkmalgeschützten Baus wäre nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums etwa so teuer wie der Neubau. Seit vielen Monaten gilt auf der maroden Brücke Tempo 30.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben