Berlin : 600 Baustellen auf Schwarzarbeit überprüft

Die Baustellenläufer der Fachgemeinschaft Bau haben in diesem Jahr knapp 600 Baustellen in Berlin und Brandenburg auf Schwarzarbeit überprüft. Nach Angaben von Hauptgeschäftsführer Wolf Burkhard Wenkel wurden mehr als 200 Verdachtsbaustellen an den Zoll gemeldet. „Werden die Zollfahnder dann erst einmal tätig, stoßen sie in 90 Prozent aller Fälle auch tatsächlich auf Schwarzarbeit“, sagte Wenkel.

Den Angaben zufolge ist die Fachgemeinschaft Bau bundesweit der einzige Bauarbeitgeberverband, der die „Schattenwirtschaft mit eigenen Angestellten aktiv bekämpft“. Schwarzarbeit sei nach wie vor das größte Problem der Bauwirtschaft in Deutschland und verursache jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. Deshalb plädiere der Verband seit Jahren für ein effektiveres politisches Vorgehen gegen Schwarzarbeit am Bau.

Die Baustellenläufer spüren durch Recherchen und oft tagelange Beobachtungen verdächtige Baustellen auf und melden diese dann dem Zoll. Dabei würden die Bauexperten oft schon an kleinen Dingen wie unzureichender Arbeitskleidung oder fehlenden Firmenlogos auf den Lieferwagen erkennen, ob es auf einer Baustelle mit rechten Dingen zugeht oder nicht. Die Läufer überprüften die Baustellen aber nicht nur auf Schwarzarbeit. Sie meldeten auch Verstöße gegen die Arbeitssicherheit an die zuständigen Behörden. Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg ist nach eigenen Angaben mit rund 900 Mitgliedern der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. dapd

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