Berlin : 600 Millionen Euro für ein Kraftwerk in Wustermark

Wustermark – Im Güterverkehrszentrum Wustermark am westlichen Autobahnring soll ab 2012 ein großes Gas- und Dampfkraftwerk gebaut werden. Drei Jahre lang werden 1000 Beschäftigte auf der Baustelle tätig sein. Der Betrieb des Kraftwerks mit einer Leistung von 1200 Megawatt Strom wird 50 Angestellten einen Arbeitsplatz bieten. Am Donnerstag gab die Siemens AG die 50-prozentige Beteiligung an den Projektgesellschaft „Wustermark Energie“ bekannt. „Wir freuen uns, Siemens als unseren neuen Partner willkommen zu heißen“, sagte Projektleiter Folker Siegmund von der Advanced Power AG. Die Anlage werde eines der modernsten Gaskraftwerke weltweit sein.

Nach Angaben von Pressesprecherin Angela Kallabis hat im März das Raumordnungsverfahren begonnen. Die Öffentlichkeit könne voraussichtlich ab Ende August mögliche Bedenken gegen das Vorhaben äußern. Das Kraftwerk werde ausschließlich mit Erdgas befeuert und schone dank eines Luftkühlungssystems mit geräuscharmen Ventilatoren die Wasserressourcen der Region. Das Investitionsvolumen liege bei mindestens 600 Millionen Euro.

Gegen den Bau des Gaskraftwerkes hat eine Bürgerinitiative mit mehr als 1300 Mitgliedern ihren Widerstand angekündigt. Sie befürchtet die schrittweise Umwandlung des Güterverkehrszentrums in ein Industriegebiet. Außerdem kritisieren die Gegner eine starke Belastung der Luft durch Abwärme und eine Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes durch die Einleitung von Kühlwasser. Durch die Dimensionen der Anlage würde die Lebensqualität beeinträchtigt, da sie schon aus weiter Entfernung sichtbar sei.

Die eigens für das Vorhaben gegründete Firma „Wustermark-Energie“ weist die Einwände zurück. So profitiere die Gemeinde Wustermark allein schon von dem Erlös des Grundstücksverkaufs und den Gewerbesteuern während des Betriebs des Kraftwerks. Da das Grundstück von drei Seiten durch die Autobahn, die Bundesstraße B 5 und die ICE-Strecke mit entsprechenden Wällen eingegrenzt sei, ist es von den meisten umgebenden Wohngebieten nur teilweise oder gar nicht sichtbar. Ste.

Weitere Informationen

www.wustermark-energie.de

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