Berlin : 7. Juni 1953: Die Bauern flüchten

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Der Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 hatte eine dramatische Vorgeschichte. Der Tagesspiegel schildert die Ereignisse des Juni 1953 in einem täglichen Kalenderblatt.

In OstBerlin endet eine zweitägige Konferenz, zu der das SED-Zentralkomitee und das Landwirtschaftministerium ausgewählte Bauern aus den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), aber auch privat wirtschaftende Landwirte eingeladen haben. Umstritten ist vor allem die Politik der Kollektivierung und die Massenflucht der Dorfbevölkerung. Zur Sprache kommt auch die starke Benachteiligung der Einzelbauern. Sie müssen erheblich mehr Steuern zahlen und Waren abliefern als die in den LPGs organisierten Bauern. Steuer- und Lieferrückstände werden mit Haftstrafen geahndet. Der Forderung der Einzelbauern, die Urteile zu überprüfen, wollen Regierung und Zentralkomitee nachkommen.

Anlässlich einer Tagung von Intellektuellen schreibt das „Neue Deutschland“: „Die Partei erwartet von allen ihren wissenschaftlich und künstlerisch qualifizierten Mitgliedern, daß sie in diesem Meinungskampf vorangehen.“sto

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