Berlin : 7096 Berliner haben schon gewählt

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Für 7096 Berliner sind die Abgeordnetenhauswahlen am 17. September gelaufen. Sie haben ihre Stimme bereits abgegeben – per Briefwahl. Seit Montag dieser Woche können Wahlberechtigte persönlich in den Wahlämtern der Bezirke Anträge auf Briefwahl stellen. Dort bekommen sie ihren Wahlschein und die Stimmzettel, wer will, kann sofort seine Kreuze machen und den verschlossenen blauen Umschlag gleich wieder abgeben.

Berlins Landeswahlleiter Andreas Schmidt von Puskás erwartet auch in diesem Jahr erneut eine Rekordzahl von Wählern, die nicht persönlich am Wahltag an der Urne erscheinen. Der Trend dürfte sich verstärken, weil es jetzt auch möglich ist, die Briefwahl per Internet zu beantragen. Die große Welle der Briefwahleingänge rollt ab dem 17. August auf die Wahlämter zu. Dann erhalten die Berliner ihre Wahlbenachrichtigung mit dem Antrag auf Ausstellung eines Wahlscheins für die Briefwahl per Post nach Hause.

Ihren bisherigen Höhepunkt erreichte die Zahl der Briefwähler bei den Bundestagswahlen 2002. Damals sandten 466 000 Berliner ihre Stimmzettel im Umschlag ein. Leider ist Wählen per Post nicht so einfach. Rund zwei Prozent der abgegebenen Stimmen werden durch Fehler ungültig. Manche vergessen, den langen Postweg zu berücksichtigen, so dass die Stimmzettel am Wahltag nicht pünktlich um 18 Uhr bei der Auszählung vorliegen. Auch beim Ausfüllen der Stimmzettel kommt es zu Fehlern. Oder der Wahlschein liegt mit dem Stimmzettel im blauen Umschlag und nicht – wie vorgeschrieben – separat im umgebenen roten Umschlag. Auf dem ist die richtige Adresse, das Bezirkswahlamt, zwar schon aufgedruckt. Trotzdem schaffen es manche Briefwähler, ihre Stimmzettel an andere Behörden zu schicken – und ihre Wahl damit ungültig zu machen. hl

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