Berlin : 75 Jahre, 77 Hotels, eine Feier

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Am 1. April 1930 erwarb der niederbayerische Kaufmann Albert Steigenberger den Europäischen Hof in BadenBaden, der in der Weltwirtschaftskrise in die Pleite gerutscht war. Das wäre eine Fußnote der Hotelgeschichte geblieben, hätte sich daraus nicht einer der großen europäischen Hotelkonzerne entwickelt. Heute, 75 Jahre später, betreibt die in Frankfurt am Main ansässige Steigenberger-Gruppe 77 Hotels in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und in Ägypten. Sie ist seit 1985 eine Aktiengesellschaft, allerdings gehören 99,6 Prozent der Aktien immer noch der Familie Steigenberger.

In Verbindung mit der ITB war das Jubiläum ein Grund, auch kulinarisch Flagge zu zeigen: Fünf profilierte Steigenberger-Küchenchefs aus Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Hamburg luden zum „Kulinarischen Quintett“ ins Restaurant „Louis“. Anne-Marie Steigenberger und zwei ihrer Töchter waren gekommen, um mit Vorstandssprecher Karl-Anton Schattmaier und etwa 50 geladenen Gästen zu feiern – es waren ja sowieso alle wichtigen Branchengrößen wegen der Messe in der Stadt. Große Reden passen nicht zum Stil des Hauses, es ging familiär und unprätentiös zu. Bei Paprikaauflauf auf Fonduta und Terzetto vom Lamm mit Kartoffel-Sesam-Mousseline entspannen sich allerhand sachdienliche Gespräche. Der Branche geht es deutlich besser – auch Schattmaier selbst wirkte nicht, als habe er am Beruf schwer zu tragen. bm

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