Berlin : 8. Februar 1979

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Vor 25 Jahren berichteten wir über Löcher im Landeshaushalt

BERLINER CHRONIK

Die im Herbst vergangenen Jahres zwischen den Gläubigern vereinbarte Stützungsaktion für das Kurfürstendamm-Karree bedeutet für den Berliner Landeshaushalt einen Verzicht auf mehr als 15 Millionen Mark Zinseinnahmen. Diese Rechnung machte bei der nicht öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses der Senatsdirektor der Finanzverwaltung, Brunner, auf. Mit der Vereinbarung wurde pauschal auf die bis zum Jahresende 1977 fälligen Hypotheken- (3,8 Millionen Mark) und Erbbauzinsen (6,6 Millionen Mark) verzichtet. Für die folgenden Jahre – bis 1983 – werden die Zinssätze gesenkt, was nochmals einen Einnahmeausfall von rund fünf Millionen Mark bedeutet. Von den Vertretern der CDU und FDP wurde die Vereinbarung skeptisch beurteilt. Vor allem wurde dabei zu bedenken gegeben, daß damit lediglich für einige Zeit ein Konkurs abgewendet, eine Sanierung des Objekts jedoch nicht erreicht werde.

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