Berlin : 8. März 1979

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Vor 25 Jahren wurden Berlins Bäume per Infrarot auf Schäden untersucht

BERLINER CHRONIK

Früherkennungsuntersuchungen werden in diesem Sommer erstmals den Berliner Bäumen zugute kommen. Im Juni oder Juli, wenn das Laub am dichtesten ist, wird ein Hamburger Vemesssungs- und Ingenieur- Büro vom Flugzeug aus mit Farb-Infrarotfilmen Luftaufnahmen des Baumbestandes machen. Dabei werden Vegetationsschäden sichtbar, noch bevor sie mit dem Auge erkennbar sind. Sie stellen sich in unterschiedlich abgestuften Rottönen dar. Gesunde Bäume, Bäume mit leichten oder schweren Schäden zeigen dann auf dem fertigen Farbbild verschiedene Rotschattierungen. Aus mehr als tausend Meter Höhe wird das gesamte Gebiet innerhalb des S-Bahn-Ringes, der Baumbestand in Wedding und Schöneberg, in Lübars und auf dem Gelände der Bundesgartenschau sowie längs der Autobahnen gefilmt. Die Vermessungs- Ingenieure machen später daraus ein Kartenwerk im Maßstab 1:4000, das sich an Stelle der Baumkronen aus roten Flächen unterschiedlicher Farbnuancen zusammensetzt.

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