Berlin : 80 Jugendliche gingen im Märkischen Viertel aufeinander los

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Bei einer Massenschlägerei am Dannenwalder Weg im Märkischen Viertel in Reinickendorf sind in der Nacht zu Donnerstag neun Personen festgenommen worden. Rund 80 Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten prügelten aus bisher unbekannten Gründen aufeinander ein. Erst durch ein massives Polizeiaufgebot konnten die Kontrahenten voneinander getrennt werden. Sie waren zuvor mit Knüppeln, Totschlägern und Baseballschlägern aufeinander losgegangen. Ein großer Teil der Schläger ist nach Angaben der Polizei der Gruppe der Russland-Deutschen zuzuordnen.

Bisher waren diese im Märkischen Viertel nicht stärker aufgefallen als in anderen Teilen der Stadt. "Wir hatten auch keinen extrem hohen Zuzug von Russland-Deutschen im Märkischen Viertel", sagte Gesobau-Sprecherin Elke Spohn. Die Schlägerei sei demnach kein Resultat einer Ghettoisierung. "Wir achten sehr auf die Mischung von Mietern im Märkischen Viertel", sagte Spohn. So lebten die meisten Schläger auch nicht in dem Viertel. Die Polizei will dies indes noch nicht bestätigen. "Wir wissen noch zu wenig über die Täter und die Hintergründe der Schlägerei", hieß es gestern.

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