Berlin : 9. September 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Nur eine knappe Mehrheit der Berliner, nämlich 55 Prozent, würde der Stadt in jedem Fall die Treue halten und hierbleiben. Dies ergab eine Umfrage, die das Infas-Institut im Auftrag des Senats im Juni unter 500 Berlinern veranstaltete. Sie gelten als repräsentativ für die Bevölkerung. 29 Prozent der Befragten würden wegziehen, wenn sie „Gelegenheit“ dazu hätten, weitere acht Prozent würden der Stadt den Rücken kehren, wenn ihnen in Westdeutschland Arbeit und Wohnung angeboten würden. Die restlichen acht Prozent waren ohne Meinung. Ebenfalls eine knappe Mehrheit ist ohne Sorgen über die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse Berlins: 14 Prozent rechnen damit, daß sich diese Verhältnisse verbessern werden, 42 Prozent glauben an ein Gleichbleiben, 22 Prozent sind pessimistisch und gehen von einer Verschlechterung aus. Und nochmals 22 Prozent glauben, dies nicht beurteilen zu können. Bei der Einschätzung der Lage Berlins halten sich Skeptiker und Optimisten ziemlich die Waage. Außerordentlich aufgeschlossen zeigten sich die Stichprobe-Berliner gegenüber Verhandlungen mit Ost-Berlin, „um weitere Erleichterungen für die Menschen in Ost-und West-Berlin zu erreichen“.

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