Der Autobahn-Stadtring A 100 soll nach Ansicht einer unabhängigen Planungsgruppe vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park nur durch eine vierspurige Stadtstraße auf der vorgesehenen Autobahntrasse verlängert werden.
Der Autobahn-Stadtring A 100 soll nach Ansicht einer unabhängigen Planungsgruppe vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park nur durch eine vierspurige Stadtstraße auf der vorgesehenen Autobahntrasse verlängert werden. Damit könne auch der Abriss von vier Mehrfamilienhäusern an der Beermannstraße in Treptow vermieden werden, sagte am Montag der Architekt Norbert Rheinlaender von der Planungsgruppe. Nach seiner Ansicht rechtfertigen die von der Stadtentwicklungsverwaltung vorgelegten Zahlen den Bau einer sechsspurigen Autobahn nicht. Der 3,2 Kilometer lange Abschnitt soll 420 Millionen Euro kosten – finanziert zum größten Teil vom Bund. Eine Stadtstraße müsste dagegen das Land bezahlen.
Auch der Deutsche Bahnkunden-Verband lehnt den Autobahnbau ab. Stattdessen solle der Nahverkehr gefördert werden. Gegen die Autobahn gibt es bisher rund 150 förmliche Einwendungen. kt
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.04.2009)
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Wegen der 4 Häuser so ein Gewese zu machen ist lächerlich. Entschädigen, Abreißen, losbauen.
Die Frage nach Alternativen zu dieser überflüssigen Autobahn stellt sich den Befürwortern nicht, da sie die Rechnung nicht direkt bezahlen müssen, die dankenswerterweise mit über 400 Mio. € vom Bund (= Steuerzahler) übernommen wird und eben nur für die Autobahn und nicht für zu bevorzugende Alternativen - hier z. B. eine(n) weit in die Zukunft weisende Anbindung an den und Ausbau des ÖPNV (= Busse & Bahnen) gilt.
Ganz positiv bewerten die netten Autofahrer die Möglichkeit, vom heimischen Parkplatz direkt in die Stadt zu fahren.
Doch was erwartet sie dort?
Keine Parkplätze und wenn, dann zunehmend unter der lobenswerten Parkraumbewirtschaftung (oder in teuren Parkhäusern), die vom selben Senat und den Bezirken unterstützt werden, da diese erkannt haben, dass der MIV (Motorisierte Individual Verkehr) aus verschiedenen Gründen unbedingt eingedämmt werden muss.
Das ist doch schizophren? Oder?
Vergessen wird auch, dass sich das Verkehrsverhalten auch der weit überwiegenden Mehrheit der Autofahrer wird verändern müssen: Der nächste Benzinpreis-Schock ist vorprogrammiert. Das Öl endlich.
Alle wissen es! Konsequenzen: Keine!
Es wird geplant wie verrückt. Autofahrer sind Wähler. Und somit verhalten sich die diese überflüssige Autobahn befürwortenden Politiker schlicht populistisch.
Frage: Wie stellen sich denn die autofahrenden Befürworter dieser Autobahn die Zukunft dieser Stadt vor?
Mehr Autos, schöne und breite Straßen, freie Fahrt für freie Bürger, keine Staus und ...?
Diese Träume sind schon heute Vergangenheit.
Sie wissen das übrigens auch.
mehr straßen führt nicht automatisch zu mehr verkehr, jedenfalls in berlin nicht.
der verkehr ist da und quält sich über die innenstadtstraßen.
jetzt wurde die rechnung anders aufgemacht vom senat, den ich dafür wirkllich einmal loben muss, was ausgesprochen selten vorkommt:
es wurde abgewogen zwischen der belästigung der jetzigen anzahl von anwohnern der betroffenen straßen zu den an der späteren autobahn lebenden.
und da war das ergebnis ganz eindeutig so, das es einen klaren gewinn bringt.
die kostenfrage halte ich für vorgeschoben, dass interessiert im zweifel die gegner nur als "totschlagsargument", denn nicht die berliner zahlen die autobahn (nur zu einem geringen teil über steuern), sondern der bund.
die a 111 kann ich auch als negativbeispiel, wie schon ein vorschreiber, anführen. die sache wurde halbherzig als kraftfahrstr. gebaut, obwohl sie eine haupteinfallstraße für die stadt darstellt.
die verkehrsprobleme im norden haben sich daher nicht wirklich dauerhaft gebessert.
ich halte daher den ausbau der a 100 für überfällig. dieser bringt nicht zuletzt auch eine weitere ost-west-verbindung (bzw. nord-süd).
klar dafür!
welche neue Rechnung der Senat aufgemacht hat, weiß ich nicht. Sie vermutlich auch nicht, denn sonst hätten Sie doch bestimmt eine Quelle genannt. Oder?
Wenn der Bund (Wer ist der Bund?) die Rechnung bzehalt, dann ist alles okay!? Das meinen Sie ernst?
Sie stellen richtigerweise fest, dass es in der Innenstadt durch den Individualverkehr recht eng ist.
Dieses Wissen allerdings damit zu beantworten, dass der Bau neuer Straßen - hier: der überflüssigen Verlängerung der A 100 - die Lösung dieses Problems bringen würde, ist denn doch etwas sehr gewagt.
Wenn ich den Verkehr - so wie geplant - direkt in die Innenstadt lenke, wird dieser sicherlich nicht ab- sondern zunehmen.
Sie sparen auch aus, sich um eine Antwort zu bemühen, welche Alternativen es denn geben könnte, die sich nicht auf die Nutzung von PKWs gründet.
Mein Vorschlag wäre - um es nicht zu einem Kollaps durch den MIV kommen zu lassen - sich ganz deutlich mehr um einen preiswerten (!!!) ÖPNV mit attraktiven Taktzeiten zu kümmern.
Die Taxi-Innung hätte sicherlich auch nichts dagegen, ihre Fahrer/-innen den ein oder anderen Euro verdienen zu lassen.
Die Bewohner der Innenstadt haben es übrigens auch verdient, dass sie nicht derart dem Individualverkehr ausgesetzt sind, wie es dort allenthalben zu beobachten ist.
Ich wäre übrigens auch innerhalb des S-Bahn-Ringes für eine Ciy-Maut nach Londoner Vorbild.
Wer beruflich dringend auf das Auto angewiesen ist, wird dieses vermutlich auch nachweisen können. Für diese Ausnahmen müsste ein Kriterienkatalog erarbeitet werden.
Die Rechnung, dass sich eine lebenswerte Stadt mit einer Zunahme des Individualverkehrs und dem Bau weiterer Straßen und Autobahnen erreichen ließe, geht jedenfalls nicht auf.
Das werden vermutlich auch Sie wissen.
MfG
HDG
Es geht nicht so sehr um die paar Häuser als um Lärm und Verschmutzung und zusätzlicher Verkehr den eine Autobahn verursachen würde. Viel Geld sparen kann man so auch noch.
Und ob diese tolle Autobahn je verlängert wird, steht in den Sternen. Sollten Bund und Land die Gelder ausgehen, wonach es derzeit aussieht, dann bleibt es bei diesem Provisorium, das den Autoverkehr direkt in die Innenstadt leitet.
Das ist nicht mal Verkehrsplanung anno 1960, das ist überhaupt keine Verkehrsplanung. Offensichtlich sind die Gehälter in den Senatsverwaltungen so niedrig, dass dort nur noch unfähige Leute arbeiten.
Diese paar Meter überwinden den ehemaligen Mauerstreifen, der 20 Jahre nach der Vereinigung Verkehrstechnisch in diesem Gebiet noch immer besteht. Sollte mal Dammweg oder Wildenbruch wegen Wasserrohrbruch oder ähnlichem gesperrt sein gibt es ein weiträumiges Chaos in der Gegend und nichts geht mehr.
Diese Anbindung der A100 entlastet große Wohnquatiere und bündelt den Verkehr auf einer kleinen Schneise, wo nur wenige wohnen. Da ist einiges an Industrie links und Rechts und nur wenige Wohnungen. Hier ständig auf Luftverschmutzung hinzuweisen ohne die massive Entlastung der anderen Gebiete hinzuweisen zeigt sehr deutlich das nur einseitige Argumente gegen die Autobahn rausgepickt werden um seinen grün-ideologischen Standpunkt zu untermauern.
Und wie kommen die Herrschaften von der Elsenbrücke wieder herunter: geradeaus (Markgrafendamm) einspurig, 90 nach rechts (Alt-Stralau) einspurig, 90 nach links direkt in die Innenstadt (Stralauer Allee) zweispurig.
Das nennen Sie Ost-West-Verbindung? Vielleicht für Fahrradfahrer, aber nicht für weit mehr als 60.000 Fahrzeuge pro Tag. Die Autofahrer werden die Elsenbrücke nicht einmal erreichen, weil sie schon vorher im Stau stehen werden. Vor dieser tollen Brücke gibt es nämlich noch 5 Ampelanlagen. Chaos ohne Ende.
Gelungen ist dann nur eines: den Stau aus den Westbezirken in den Ostteil zu verlagern. Und genau darum geht es. Es sagt nur leider niemand.
Es werden lediglich vorhandene Ströme durch die Wohnviertel abgeleitet und auf einer Straße gebündelt. Der Strom kommt an gleicher Stelle wie jetzt an. Evt wird es eine kleine Steigerung geben aber die wird nicht so massiv ausfallen.
Eine Verlängerung einer leistungsfähigen Verbindung bis zur Frankfurter Alle ist natürlich wünschenswert um denn von Nor-Ost einfließenden Verkehr auch schnell zum Stadtring zu leiten und von dort zu verteilen.
Bislang habe ich im Süd-Osten der Stadt, wie oben bereits erwähnt, den Eindruck, das die Mauer noch steht. Die S-Bahn Trasse in Treptow als natürliches Hindernis tut ihr übriges.
Anzahl der Tassen und so weiter ...
Ich finde, wir sollten eine City-Maut einführen. Jeder, der mit seiner Dreckschleuder in die Stadt will, sollte dafür zahlen. Je mehr, desto besser.
Die A100 sollte jedoch vollendet werden. Weit über die Hälfte ist in Betrieb, vom Saatwinkler Damm bis zum Dreieck Neukölln. Jede Verlängerung des Ringes ist ein Beitrag zur Entlastung der Innenstadt. Ist der Ring einmal geschlossen, werden sich die Fahrstrecken weiter verkürzen. Niemand muss sich dann mehr für eine Fahrt von Pankow nach Treptow durch die Innenstadt quälen. Da der Autoverkehr in Berlin in den letzten Jahren ohnehin leicht rückläufig ist (und der ÖPNV-Anteil dank der Förderung durch Bund und Senat stetig steigt), ergibt sich in der Summe ein fühlbarer Rückgang des Verkehrs in den Hauptstraßen der Wohnviertel, was dort weitere Verkehrsberuhigung und eine höhere Lebensqualität ermöglicht.
Im ÖPNV wurde diese Ringstruktur nach fast völligem Neubau des S-Bahnringes (übrigens auch mit Bundes-Millionen finanziert) bereits 2002 wieder hergestellt. Nun müssten weitere Netzlücken zum Ring geschlossen werden (U1 nach Halensee oder Messedamm, U5 Hauptbahnhof - Jungfernheide, S21, M10 zum Hermannplatz), so dass alle Bewohner innerhalb des Ringes nur kurze Wege zu öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen müssen.
Ein Gegeneinander von MIV und ÖPNV führt in unserer heutigen technisierten und individualisierten Welt stets zu Verlusten bei den Öffentlichen.
Es ist überhaupt eine Farce, dass hier permanent von der "Autobahn in der Innenstadt" geschrieben wird. Sie führt sehr überwiegend durch ein Industriegebiet, das außerhalb der offiziellen Innenstadt liegt. Also bitte...! Das Hotel Estrel wird eine Autobahnabfahrt direkt vor der Tür haben; man könnte Herrn Streletzki ja mal fragen, ob er auch gegen die Autobahn ist, weil sie direkt unter seinem Fenster entlangführt.
Und noch ein Wort zu denen, die unbedingt wollen, dass alle mit dem ÖPNV fahren: Noch nie umgezogen? Keine Kinder? Auch keinen Handwerksbetrieb? Oder mal jemanden ins Krankenhaus gefahren? Schon mal eine Dielenschleifmaschine mit der U-Bahn befördert? Im Möbelhaus einen Tisch und einen Schrank gekauft und mit dem Bus nach Hause transportiert? Mein Gott, es gibt so viele Gründe, warum man mit dem Auto in einer Stadt herumfahren möchte. Nein, ich korrigiere: muss. Glaubt ihr etwa, euer Brot fällt vom Himmel oder was? Aber ja, auf dem Marheinekeplatz fühle ich mich auch immer an die Amish People in Amerika erinnert....
Wer das schreibt, fährt offenbar selbst gar nicht Auto...! Einem erfahrenen Innenstadt-Autofahrer müsste eigentlich klar sein, dass nicht nur exakt dieselben Autos dann auf der A100 fahren, die jetzt durch die Wohngebiete über die elsenbrücke düsen, sondern dass eine Autobahn dort natürlich eine Signal- und sogwirkung auf weiteren Verkehr hat, der bislang überhaupt nicht dort verkehrt - der wird natürlich auch auf die Autobahn gezogen, weil es da jetzt ja 'ne neue Autobahn gibt, was ganz neue Stadtdurchquerungsmöglichkeiten nach sich zieht. Dieser Aspekt wird nur allzu gerne vergessen. Nehmen wir den Tiergartentunnel - es wäre doch naiv zu glauben, nur die benutzen ihn, die früher auf der Entlastungsstrasse unterwegs waren...
Und @theline:
Ins Krankenhaus kommt man mit dem Taxi, im Notfall sowieso besser mit dem Krankenwagen. Die Dielenschleifmaschine brauche ich so selten, dass ich dafür lieber kein Alltagsauto unterhalte, sondern eine "Robbe" miete. Das Möbelhaus liefert. Ist alles viel billiger als der Jahresunterhalt eines PKW - von der gar nicht erst anfallenden Anschaffung eines solchen ganz zu schweigen. Kurzum: Mein Gott, es gibt so viele Gründe, in der Grosstadt auf ein eigenes Auto zu verzichten und im Einzelfall ÖPNV, Taxi, Mietwagen und Lieferdienste zu nutzen. Und das schont auch noch die Umwelt und spart Geld. Toll, oder?
ich glaube, dass Sie das alles garnicht so ernst meinen, wie sie es geschrieben haben ;-) .
Wenn doch, dann müssten all' die Leute ohne Auto (wir haben auch eines, nutzen es aber nur dann, wenn es unbedingt notwendig [!] ist) geradezu gigantische Probleme damit haben, ihren Alltag irgendwie zu bewältigen.
Und so Sie alle Beiträge gelesen hätten, so müsste Ihnen auch aufgefallen sein, dass niemand davon geschrieben hat, dass alle nun mit dem ÖPNV fahren sollen.
Das wäre denn doch albern.
Alle könnten sich aber Gedanken darüber machen, ob Ihnen das Auto und der Individualverkehr in jedem Fall so viel Wert ist, dass sie deren Nachteile in Kauf nehmen, ohne über Alternativen nachzudenken.
So mancher Weg ließe sich durchaus mit dem ÖPNV und bzw. oder (nun werde ich frech) mit dem Rad schaffen.
Und wer kein Auto hat, weiß sich auch zu helfen: Sie machen's so, wie @jb es Ihnen schon geschrieben hat.
Wo ein Wille - da ein Weg!
Das muss aber nicht bedeuten: Wo viele Autos - da eine Autobahn!
MfG
HDG
Und mit diesem brillianten Argument werben Sie für den Bau einer Autobahn? Das ist doch meine Rede seit 1848: Durch den Bau von Autobahnen geht der Verkehr auf den übrigen Straßen bestenfalls zwischenzeitlich zurück. Früher oder später ist er genauso dicht wie zuvor.
Wenn Sie dagegen eine richtig teure City-Maut einführen, werden sich sehr viele Autofahrer überlegen, ob sie ihren Bierbauch unbedingt mit dem heiligen Blechle spazierenfahren müssen.
Dass auch Ihre anderen Argumente wenig stichhaltig sind, hat jb klar dargelegt. Das ist ja das Problem: Anstatt einen Handwerker mit dem Abschleifen der Dielen zu beauftragen, glauben die meisten Leute, sie müssten die Arbeit selbst machen. Anstatt sich vom Taxifahrer in die Oper oder ins Theater fahren zu lassen, kurven die Leute selbst rum.
Was das "Brot vom Himmel" betrifft: Berlin hatte vor dem Zweiten Weltkrieg eine größere Wirtschaftskraft als heute, mehr Einwohner als heute, mehr Industrie als heute, aber sehr viel weniger Stadtautobahnen. Wie haben die das damals bloß gemacht?
Diese albernen Autobahnen sind ein Zeichen für Bequemlichkeit und keine Indikatoren für Wirtschaftskraft. Ich nehme an, Sie fahren mit dem Auto auch ins nächste Fitnesscenter und klettern dort auf's Fahrrad oder Laufband, gell?
@teo zum Thema "Vor dem Krieg"
*Polemikmodus an* Autobahnen sind ja bekanntlich in Berlin erfunden worden. Wird schon seinen Grund gehabt haben. *Polemikmodus aus*
Sie nennen das ein Zeichen für Bequemlichkeit. Offenbar verfügen Sie über sehr viel Zeit...
Ich benötige mit dem Regio für eine von mir des öfteren befahrene Strecke 17 Minuten. - Fahre ich mit dem Pkw, 1 Stunde.
Das mag nicht repräsentativ sein, deutet aber in die einzuschlagende Richtung.
Die deutschen Generäle konnten sich nicht vorstellen, dass man auf einer Straße auf der einen Seite Waffen und "Kanonenfutter" an die Front transportieren konnte und auf der anderen Seite den Kriegsschrott und die Toten und Verwundeten wieder abtransportiert. Die cleveren Franzosen hatten kurzerhand den Mittelstreifen erfunden.
Die deutschen Generäle haben sich das dann in Friedenszeiten angesehen und befunden: Das machen wir auch. Seitdem bauen die Deutschen Autobahnen ohne Ende. Ein Kriegstrauma offenbar.
Darüber hat sich der tschechische Künstler Cerný in seinem Werk "Entropa" auch lustig gemacht: Deutschland ist durch mehrere Autobahnteile dargestellt, die wie ein zerbrochenes Hakenkreuz aussehen. Da hat er den Nagel auf den Kopf getroffen, würde ich sagen.
Warum äußern Sie sich nicht zum Vorschlag "City-Maut"? Sie reden vom Verkehr, als ob es sich um Wetter handeln würde: gottgegeben. Unsere Politiker sind verrückt genug zu glauben, sie könnten nicht nur das Wetter, sondern sogar das Klima beeinflussen und Sie kapitulieren bereits vor den fettbäuchigen Autofahrern. Die brauchen einen Tritt in den Allerwertesten und keine Autobahn.
Und gehen Sie doch bitte mal auf die Straße: die Handwerker, Taxifahrer und Möbelspediteure sind auf den Straßen in der Minderzahl. Gegen die habe ich auch nichts. Aber 90 Prozent sind schlicht "Motorisierter Individualverkehr". Die fahren auch niemanden ins Krankenhaus oder transportieren Maschinen. Die fahren schlicht zur Arbeit und wieder nach Hause und sind zu bequem den ÖPNV zu nutzen. Das ist Faulheit, nichts anderes.
Und um diese Faulheit und Verfettung noch zu unterstützen, plant der Senat Wohnhäuser abzureißen und an der Elsenbrücke das bereits jetzt vorhandene Chaos noch zu verstärken. Das nennt sich entweder Korruption oder Unfähigkeit.
„Niemand hat die Absicht, eine Autobahn in die Innenstadt zu bauen. Hier ist die Rede vom Stadt-RING, der A100.“
Nein. Eine Mauer zu bauen, hat ja auch niemand.
Wenn ein Stadtring in Treptow landet, IST er in der Innenstadt.
Und DAS ist stadtverkehrspolitische Steinzeit.
Mit zunehmender Verdichtung der Stadt kann die Lösung nur eine Lösung außerhalb der privaten Pkw sein.
Es ist ganz einfach: Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein.