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Demonstration

Abtreibungsgegner protestieren mit Schweigemarsch

Abtreibungsgegner aus ganz Deutschland haben am Samstag bei einem Schweigemarsch weiße Kreuze durch Berlin-Mitte getragen. Mit dem Marsch unter der Überschrift "1000 Kreuze" sollte die Zahl der Kinder symbolisiert werden, die jeden Tag in Deutschland abgetrieben würden.
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Mit weißen Kreuzen gingen die Abtreibungsgegner auf die Straße. - Foto: ddp
Berlin -  Von rund 1000 Teilnehmern sprach der Bundesverband Lebensrecht (BVL), die Polizei schätzten etwa 500. An einer Gegendemonstration des Bündnisses gegen Abtreibungsverbot und gegen christlichen Fundamentalismus nahmen einem Polizeisprecher zufolge rund 120 Menschen teil.

Die überwiegend schwarz gekleideten, fundamentalen Abtreibungsgegner trauerten symbolisch um abgetriebene Kinder. Auf Schildern waren unter anderem christliche Psalme zu lesen. BVL-Vorsitzende Claudia Kaminski rief die Demonstranten zum Einsatz für das Recht auf Leben auf. Die Teilnehmer antworteten ihr mit einem dreifachen "Amen".

Teilnehmer der Gegendemonstration versuchten, sich in den Kreuz-Aufzug zu mischen. Deshalb gab es nach Angaben eines Polizeisprechers rund 25 Platzverweise. Ein Mann und eine Frau wurden wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung vorläufig festgenommen. (pb/ddp)
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Kommentare [ 16 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 20.9.2008 19:18 Uhr
Es herrscht das Recht auf Meinungsfreiheit
aber ich bin mit diesen Leuten nicht einer Meinung. Basta! Wer Kinder haben will soll sie haben, aber warum soll ich mit meinen Steuer dafür aufkommen ? Und man komme mir nicht mit Rente und so nem Kram. - Wenn ich nachrechnen würde was ich zwangsweise in die Rentenkasse abgeführt habe und es halbwegs anständig verzinsen würde... wahrscheinlich bekäme ich mit 65 das Doppelte von dem Raus auf das ich jetzt Anspruch habe. - Der Planet ist überbevölkert, schon jetzt. Es ist Wahnsinn weitere Menschen zu produzieren die man nicht anständig ernähren, kleiden, erziehen und ausbilden kann. Und das bei schrumpfenden Resourcen jeder Art.
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von magua magua ist gerade offline | 20.9.2008 21:03 Uhr
mactepirat
Was glaubst du denn, wer später deine Rente zahlt ? Die Kinder, die andere Leute von ihrem sauer verdientem Geld aufgezogen haben und die selber Steuern und Beiträge gezahlt haben. Würden nicht soviele Kinder abgetrieben bzw. mehr Kinder geboren, hätten wir das Rentenproblem nicht. Die Rente wird deshalb bald nicht mehr frinanzierbar sein. Dein Beitrag ist einfach widerlichn !!
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von berlinerwuerstchen berlinerwuerstchen ist gerade offline | 20.9.2008 21:50 Uhr
Abtreibung ist Mord
"Menschen zu produzieren..." Zitat von macthepirat - bei der Formulierung schüttelt es mich. Als ob es dabei um eine Sache geht.

Ich stimme zu, dass nur Leute Kinder haben sollten, die auch welche haben wollen. Das Problem ist nur, dass es einige Leute nicht schaffen, entweder richtig zu verhüten oder einfach ganz auf Sex zu verzichten.

Erst ein Kind zu zeugen und es dann umzubringen, weil man eigentlich gar keines will, ist irgendwie ziemlich egoistisch. Wer fragt den das kleine Lebewesen, ob es leben oder freiwillig sterben will?

Informiert euch mal, was bei einer Abtreibung wirklich passiert. Es gibt da ein schönes Video per Ultraschallkamera, dass "Der Stumme Schrei" bzw. "The Silent Scream" heißt!

Ich denke, wer einmal die Realität dieses Videos oder andere Ultraschall-Aufnahmen von einem Kind in der 7. Schwangerschaftswoche gesehen hat, wird mir zustimmen, dass bei einer Abtreibung ein Mensch getötet wird.

Vereinfacht:
Abtreibung stoppt schlagendes Herz!
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von berlinradler berlinradler ist gerade offline | 21.9.2008 10:33 Uhr
Ich kann mich immer nur wundern
Wo der Name "macthepirat" steht, ist Kopfschütteln angesagt.

Sie sehen Kinder als einen kostenverursachenden Gegenstand, der nicht unterstützenswert ist? Das ist an Traurigkeit nicht mehr zu überbieten.

Ich habe überlegt, Argumente dagegen anzubringen. Es erscheint mir aber sinnlos.
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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 21.9.2008 15:59 Uhr
Advocatus Diaboli
Oder um es mit Goethe zu sagen: "Ich bin der Geist der stets verneint..." Kinder verursachen Kosten, das ist nicht von der Hand zu weisen. Und wer sich diese nicht leisten kann muß sehr genau überlegen ob er in Zukunft von diesem Staat und Wohlfahrtsverbänden abhängig sein will, Institutionen die einem in teilweise unerträglicher Weise ins Privatleben hineinreden und evtl.,weil sie es ja besser wissen, die Familie zerstören.
Es werden täglich Arbeitsplätze abgebaut. Wie sollen diejenigen die heute geboren werden unsere Renten finanzieren wenn sie kein Geld verdienen können?
Und nein, ich bin nicht für Sterilisation u.a., ich bin nur für anständige Aufklärung, notfalls ab der 3.Klasse. Und ich habe was gegen Fundis jedweder Art. Meine Beiträge sind kontrovers, das ist so gewollt, ich will die Leute zum Nachdenken anstacheln.
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von m0e m0e ist gerade offline | 20.9.2008 19:55 Uhr
@macthepirat
Und was hat das mit Abtreibung zu tun?

Abgesehen davon, dass es überspitzt gesagt ziemlicher Blödsinn ist, hat diese deine Meinung nichts mit der Frage zu tun, ob Abtreibung erlaubt ist oder nicht. Es klingt eher so, als ob du eine Zwangssterilisation/-kastration oder eine staatliche Geburtenkontrolle befürwortest.

Ich bin zwar dafür, dass Frau frei entscheiden darf, ob sie abtreibt oder nicht, aber es ist mir gerade dank deinem momentan einzigen Posting hier fast peinlich das zu sagen.
Comment
von prokrastes prokrastes ist gerade offline | 20.9.2008 21:55 Uhr
Ungeliebte Kinder
sind sicherlich ein ganz wertvoller Teil unserer Gesellschaft.
Ganz ohne psychische Probleme verleben sie eine wunderbare Kindheit ...

Merkwürdig, daß die, die sich so vehement für das ungeborene Leben einsetzen, einen feuchten Kehricht um das geborene Leben kümmern.

Achso, ist klar: Kinderbetreuung und Erziehung kostet Geld.
Comment
von angel angel ist gerade offline | 20.9.2008 22:20 Uhr
@prokrastes
Dass sich Menschen, die sich vehement für das ungeborene Leben einsetzen, einen feuchten Kehricht um das geborene kümmern - das ist eine Verleumdung !
Und: Für ungeliebte Kinder gibt's Babyklappen, Möglichkeiten zur Adoption o.ä. Dann braucht man auch kein Geld für das ungeliebte Kind auszugeben.
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 21.9.2008 14:22 Uhr
weil...
die sich so kümmern, lebt jedes dritte kind in berlin
in armut, ist ohne chancen und kann nicht mal
vernünftig ernährt werden.

ach, wenn es doch so einfach wäre, sein kind monatelang
im bauch zu fühlen, dann in ein babyklappe zu legen oder
zur adoption frei zu geben.

wäre es nicht besser, diesen angehenden müttern auch
nach der geburt vernünftig beizustehen?

wie sagte schon tucholsky sinngemäß: neun monate
kümmern sich staat und kirche um das ungeborene,
danach kann man sehen, wie man mit dem balg
klar kommt. ich spreche als allein erziehende mutter
aus erfahrung.

prokrastes hat recht!

Comment
von meisterdietrich meisterdietrich ist gerade offline | 20.9.2008 22:50 Uhr
@prokrastes
Haben Sie auch Belege dafür,
dáß die Lebensschützer sich
"einen feuchten Kehricht um das geborene Leben kümmern"?
Dann liefern Sie diese doch bitte,
ansonsten handelt es sich nämlich nur um eine haltlose Behauptung.
Comment
von prachnau prachnau ist gerade offline | 20.9.2008 22:52 Uhr
selbstbestimmung
ich bin amuesiert ueber die leserbriefe. warum wird es immer alles so black and white gesehen? ich kann nur mOe zustimmen, ich als frau moechte selber ueber meinen koerper und meine kraeft entscheiden. denn oh wunder, man/frau kann auch mit verhuetung ab und an schwanger werden. das bestimmt nicht immer durch olle engel gabriel. und wenn man schon zu viert in einer 2.5 zimmerwohnung wohnt und finanziell es auch nicht so gut aussieht,hinzu kommt das schoene wort "alleinerziehend", dann moechte ich fuer mich entscheiden und nicht mir was vorschreiben lassen. oder darf dann eine frau in solch einer situation dann nicht mehr sexuell verkehren?

absolute gegener der abtreibung sollten doch vieleicht mehr den kinder die es schon gibt mit rat und tat zur seite stehen. oder vorarbeit leisten, das nicht wieder ein baby in die oekotonne geschmiessen wird. und jetzt bitte nicht mit abstinenz kommen. danke!
Comment
von dali dali ist gerade online | 21.9.2008 0:56 Uhr
Das ist doch alles Blödsinn,
sicher hat sich mac hier in angreifbarer Form aus dem Fenster gelehnt, aber was danach schwadroniert wird, steigt weit über Oberkante Unterkiefer:
Abtreibung oder nicht ist ebenso intim wie Glauben oder nicht glauben.
Jeder muss das Recht haben, BEI DIESEM THEMA das mit seinen persönlichen Anschauungen abmachen zu können.
Wer da Gut und Richtig vorschreiben will, wird zum Taliban, weil er meint, das Recht zu haben, in die Seele des Anderen eingreifen zu dürfen.
Natürlich müssen wir uns bemühen, dass Frauen nicht in die Lage kommen, abtreiben zu müssen,
natürlich darf es nicht sein (wie einst in der DDR) wo junge Mädchen den Schwangerschaftsabbruch als "Geburtenkontrolle" handhabten,
aber kein Schreihals hat das Recht, schon gar nicht aus so dubiosen Truppenteilen wie de, BVL, anderen Leuten Vorschriften zu machen was moralisch, gar christlich ist...
Comment
von angel angel ist gerade offline | 21.9.2008 12:56 Uhr
Vorschriften machen
@dali
Sicher hat von den Bürgern unseres Landes niemand das Recht, anderen Vorschriften zu machen - das könnte nur der Gesetzgeber. Aber das Recht, seine Meinung zu vertreten, das Recht, für das ungeborene Leben einzutreten, das Recht zu sagen, dass Abtreibung die Tötung eines Menschen ist, das Recht auf andere Alternativen hinzuweisen - das hat jeder ! Interessanterweise wird aber den Gegnern von Abtreibung immer wieder unterstellt, sie würden sich nicht um das geborene Leben kümmern (siehe hier prokrastes und prachnau). Woher kommt diese irrige Ansicht ? Die Initiativen, die sich gegen Abtreibung einsetzen, sind auch diejenigen, die sich um ungewollt Schwangere kümmern, die Mutter-Kind-Heime betreiben und Frauen mit Rat und Tat und auch finanziellen Hilfen zur Seite stehen. Ein Beispiel dafür ist: http://www.kinderhaus-sonnenblume.de/
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 21.9.2008 14:32 Uhr
das...
ist aber nur ein tropfen auf dem heißen stein! nicht jede(r) kann
in ein mutter-/kindheim. Soweit ich weiß, sind diese heime vor
allem jugendlichen müttern vorbehalten.

ich musste als mutter von einer 40- auf eine 30-stunden-beschäftigung
herunter schrauben mit seinerzeit einem verlust von dm 1000 brutto.

mütter an meinem arbeitsplatz gaben mir den tip, bei krankheit meines
kindes zu sagen, dass mein auto kaputt sei. auf keinen fall krankheit
als grund anführen.

was für eine (arbeits-)gesellschaft, in der man großes verständnis
für abwesenheit bei einem defekten auto hat, aber nicht bei einem
kranken kind.

um kinder groß zu ziehen bedarf es noch einiger fundamentaler
änderungen, zb der möglichkeit zu hause zu arbeiten oder mehr
betrieblicher kindergärten.
Comment
von nielas.aran nielas.aran ist gerade offline | 21.9.2008 15:22 Uhr
Das eigentliche Problem...
... ist nacht meiner Meinung, das hier über das Sympton geklapt wird, aber nicht über die Ursache.
Ich habe mich mit einigen Mädchen und Frauen unterhalten, die abgetrieben haben. Der häufigste Grund ist Angst vor Armut und das man seine Ausbildung nicht mehr zuende bringen kann. Ein Kind während der Ausbildung kann wirklich jegliche weitere Ausbildung unmöglich machen. Es klingt schrecklich, Kinder können aber eine Armutsfalle sein. Ist dem nicht so, wäre eine Abtreibungsverbot erstrebenswert.
Comment
von angel angel ist gerade offline | 21.9.2008 15:34 Uhr
Wie krank ist unsere Gesellschaft ?
Wie krank ist unsere (Arbeits-)Gesellschaft, wenn man für ein
defektes Auto mehr Verständnis hat als für ein krankes Kind ???
Es bedarf dringend eines Bewusstseins-Wandels, dass Kinder kein Schaden oder lästiges Anhängsel für unsere Gesellschaft sind ! Kinder haben ebenso ein Recht darauf, ernst genommen und geachtet zu werden wie Erwachsene ! Und dazu gehört auch, dass man sie nicht vor der Geburt tötet !
Leider werden die Alternativen zur Abtreibung wie Babyklappe, Adoption, zeitweise Pflegschaft, Mutter-Kind-Heim (die gibts nicht nur für jugendliche Mütter !) viel zu wenig beachtet.

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