Abtreibungsgegner aus ganz Deutschland haben am Samstag bei einem Schweigemarsch weiße Kreuze durch Berlin-Mitte getragen. Mit dem Marsch unter der Überschrift "1000 Kreuze" sollte
die Zahl der Kinder symbolisiert werden, die jeden Tag in Deutschland abgetrieben würden.
Berlin -
Von rund 1000 Teilnehmern sprach der Bundesverband Lebensrecht (BVL), die Polizei schätzten etwa 500. An einer
Gegendemonstration des Bündnisses gegen Abtreibungsverbot und gegen
christlichen Fundamentalismus nahmen einem Polizeisprecher zufolge
rund 120 Menschen teil.
Die überwiegend schwarz gekleideten, fundamentalen Abtreibungsgegner trauerten
symbolisch um abgetriebene Kinder. Auf Schildern waren unter anderem
christliche Psalme zu lesen. BVL-Vorsitzende Claudia Kaminski rief
die Demonstranten zum Einsatz für das Recht auf Leben auf. Die
Teilnehmer antworteten ihr mit einem dreifachen "Amen".
Teilnehmer der Gegendemonstration versuchten, sich in den
Kreuz-Aufzug zu mischen. Deshalb gab es nach Angaben eines
Polizeisprechers rund 25 Platzverweise. Ein Mann und eine Frau wurden
wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter
Gefangenenbefreiung vorläufig festgenommen.
(pb/ddp)
Kommentare [ 16 ] Kommentar hinzufügen »
Ich stimme zu, dass nur Leute Kinder haben sollten, die auch welche haben wollen. Das Problem ist nur, dass es einige Leute nicht schaffen, entweder richtig zu verhüten oder einfach ganz auf Sex zu verzichten.
Erst ein Kind zu zeugen und es dann umzubringen, weil man eigentlich gar keines will, ist irgendwie ziemlich egoistisch. Wer fragt den das kleine Lebewesen, ob es leben oder freiwillig sterben will?
Informiert euch mal, was bei einer Abtreibung wirklich passiert. Es gibt da ein schönes Video per Ultraschallkamera, dass "Der Stumme Schrei" bzw. "The Silent Scream" heißt!
Ich denke, wer einmal die Realität dieses Videos oder andere Ultraschall-Aufnahmen von einem Kind in der 7. Schwangerschaftswoche gesehen hat, wird mir zustimmen, dass bei einer Abtreibung ein Mensch getötet wird.
Vereinfacht:
Abtreibung stoppt schlagendes Herz!
Sie sehen Kinder als einen kostenverursachenden Gegenstand, der nicht unterstützenswert ist? Das ist an Traurigkeit nicht mehr zu überbieten.
Ich habe überlegt, Argumente dagegen anzubringen. Es erscheint mir aber sinnlos.
Es werden täglich Arbeitsplätze abgebaut. Wie sollen diejenigen die heute geboren werden unsere Renten finanzieren wenn sie kein Geld verdienen können?
Und nein, ich bin nicht für Sterilisation u.a., ich bin nur für anständige Aufklärung, notfalls ab der 3.Klasse. Und ich habe was gegen Fundis jedweder Art. Meine Beiträge sind kontrovers, das ist so gewollt, ich will die Leute zum Nachdenken anstacheln.
Abgesehen davon, dass es überspitzt gesagt ziemlicher Blödsinn ist, hat diese deine Meinung nichts mit der Frage zu tun, ob Abtreibung erlaubt ist oder nicht. Es klingt eher so, als ob du eine Zwangssterilisation/-kastration oder eine staatliche Geburtenkontrolle befürwortest.
Ich bin zwar dafür, dass Frau frei entscheiden darf, ob sie abtreibt oder nicht, aber es ist mir gerade dank deinem momentan einzigen Posting hier fast peinlich das zu sagen.
Ganz ohne psychische Probleme verleben sie eine wunderbare Kindheit ...
Merkwürdig, daß die, die sich so vehement für das ungeborene Leben einsetzen, einen feuchten Kehricht um das geborene Leben kümmern.
Achso, ist klar: Kinderbetreuung und Erziehung kostet Geld.
Und: Für ungeliebte Kinder gibt's Babyklappen, Möglichkeiten zur Adoption o.ä. Dann braucht man auch kein Geld für das ungeliebte Kind auszugeben.
in armut, ist ohne chancen und kann nicht mal
vernünftig ernährt werden.
ach, wenn es doch so einfach wäre, sein kind monatelang
im bauch zu fühlen, dann in ein babyklappe zu legen oder
zur adoption frei zu geben.
wäre es nicht besser, diesen angehenden müttern auch
nach der geburt vernünftig beizustehen?
wie sagte schon tucholsky sinngemäß: neun monate
kümmern sich staat und kirche um das ungeborene,
danach kann man sehen, wie man mit dem balg
klar kommt. ich spreche als allein erziehende mutter
aus erfahrung.
prokrastes hat recht!
dáß die Lebensschützer sich
"einen feuchten Kehricht um das geborene Leben kümmern"?
Dann liefern Sie diese doch bitte,
ansonsten handelt es sich nämlich nur um eine haltlose Behauptung.
absolute gegener der abtreibung sollten doch vieleicht mehr den kinder die es schon gibt mit rat und tat zur seite stehen. oder vorarbeit leisten, das nicht wieder ein baby in die oekotonne geschmiessen wird. und jetzt bitte nicht mit abstinenz kommen. danke!
Abtreibung oder nicht ist ebenso intim wie Glauben oder nicht glauben.
Jeder muss das Recht haben, BEI DIESEM THEMA das mit seinen persönlichen Anschauungen abmachen zu können.
Wer da Gut und Richtig vorschreiben will, wird zum Taliban, weil er meint, das Recht zu haben, in die Seele des Anderen eingreifen zu dürfen.
Natürlich müssen wir uns bemühen, dass Frauen nicht in die Lage kommen, abtreiben zu müssen,
natürlich darf es nicht sein (wie einst in der DDR) wo junge Mädchen den Schwangerschaftsabbruch als "Geburtenkontrolle" handhabten,
aber kein Schreihals hat das Recht, schon gar nicht aus so dubiosen Truppenteilen wie de, BVL, anderen Leuten Vorschriften zu machen was moralisch, gar christlich ist...
Sicher hat von den Bürgern unseres Landes niemand das Recht, anderen Vorschriften zu machen - das könnte nur der Gesetzgeber. Aber das Recht, seine Meinung zu vertreten, das Recht, für das ungeborene Leben einzutreten, das Recht zu sagen, dass Abtreibung die Tötung eines Menschen ist, das Recht auf andere Alternativen hinzuweisen - das hat jeder ! Interessanterweise wird aber den Gegnern von Abtreibung immer wieder unterstellt, sie würden sich nicht um das geborene Leben kümmern (siehe hier prokrastes und prachnau). Woher kommt diese irrige Ansicht ? Die Initiativen, die sich gegen Abtreibung einsetzen, sind auch diejenigen, die sich um ungewollt Schwangere kümmern, die Mutter-Kind-Heime betreiben und Frauen mit Rat und Tat und auch finanziellen Hilfen zur Seite stehen. Ein Beispiel dafür ist: http://www.kinderhaus-sonnenblume.de/
in ein mutter-/kindheim. Soweit ich weiß, sind diese heime vor
allem jugendlichen müttern vorbehalten.
ich musste als mutter von einer 40- auf eine 30-stunden-beschäftigung
herunter schrauben mit seinerzeit einem verlust von dm 1000 brutto.
mütter an meinem arbeitsplatz gaben mir den tip, bei krankheit meines
kindes zu sagen, dass mein auto kaputt sei. auf keinen fall krankheit
als grund anführen.
was für eine (arbeits-)gesellschaft, in der man großes verständnis
für abwesenheit bei einem defekten auto hat, aber nicht bei einem
kranken kind.
um kinder groß zu ziehen bedarf es noch einiger fundamentaler
änderungen, zb der möglichkeit zu hause zu arbeiten oder mehr
betrieblicher kindergärten.
Ich habe mich mit einigen Mädchen und Frauen unterhalten, die abgetrieben haben. Der häufigste Grund ist Angst vor Armut und das man seine Ausbildung nicht mehr zuende bringen kann. Ein Kind während der Ausbildung kann wirklich jegliche weitere Ausbildung unmöglich machen. Es klingt schrecklich, Kinder können aber eine Armutsfalle sein. Ist dem nicht so, wäre eine Abtreibungsverbot erstrebenswert.
defektes Auto mehr Verständnis hat als für ein krankes Kind ???
Es bedarf dringend eines Bewusstseins-Wandels, dass Kinder kein Schaden oder lästiges Anhängsel für unsere Gesellschaft sind ! Kinder haben ebenso ein Recht darauf, ernst genommen und geachtet zu werden wie Erwachsene ! Und dazu gehört auch, dass man sie nicht vor der Geburt tötet !
Leider werden die Alternativen zur Abtreibung wie Babyklappe, Adoption, zeitweise Pflegschaft, Mutter-Kind-Heim (die gibts nicht nur für jugendliche Mütter !) viel zu wenig beachtet.