106 Höhenmeter in gerade mal 35 Minuten, ganz ohne Hilfs- oder Sicherungsmittel. Alain Robert ist der "French Spiderman". Und was das bedeutet, hat er heute am Potsdamer Platz gezeigt. Von Maike Redeker
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18.5.2007 20:48 Uhr
18.5.2007 20:48 Uhr
Berlin - Der Mann macht jeden Aufzug und jede Rolltreppe überflüssig. Souverän klettert Alain Robert um punkt zwölf Uhr mittags los auf den Debis-Turm - auf halbem Weg hisst er ein Werbeplakat, winkt von oben den Schaulustigen kurz zu und macht sich wieder an den Abstieg. Wieder unten angekommen wird er von der Polizei in Empfang genommen. Der Vorwurf: Hausfriedensbruch.
Seine Karriere begann mit einem vergessenen Hausschlüssel - der damals zwölfjährige Alain Robert beschloss, kurzerhand durch das Fenster in die Wohnung seiner Eltern zu steigen - im 8. Stock! Seither hat der heute 45-jährige Franzose unzählige Höhenmeter zurückgelegt - der als "French Spiderman" bekannte Extremkletterer hat die höchsten Gebäude der Welt meist im sogenannten "Free-Solo-Stil" erobert - also ohne technische Hilfs- und Sicherungsmaßnahmen: den Eiffelturm, das Empire State Building und den mit 508 Meter höchsten Wolkenkratzer der Welt, das Taipeh Financial Center "Taipeh 101".
Nach zwei schweren Kletterunfällen im Jahr 1982 hatten ihm die Ärzte bescheinigt, nie wieder klettern zu können. Doch ein halbes Jahr später setzte er schon wieder Hand und Fuß an die ersten Gebäude. Aufhalten konnte ihn bislang nur die Polizei: 1997 und Anfang 2007 wollte er die Petronas Towers in Kuala Lumpur besteigen, aber beide Male wurde er im 60. Stockwerk von der Polizei festgenommen. Bevor ihn die Beamten dieses Mal abführen, kann er sich noch kurz äußern: "Es war ok, ich bin schnell hoch und wieder runter gestiegen." Welche Konsequenzen sein Ausflug haben wird, steht noch nicht fest. Sicher ist nur: Er wird bald wieder auf den Dächern der Welt unterwegs sein, unaufhaltsam auf dem Weg nach oben.
(Von Maike Redeker)
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Unter den im Wettskandal Festgenommenen sollen auch die Brüder Ante und Milan S. aus Berlin sein, die bereits in die Manipulationen um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer vor fünf Jahren verwickelt waren. Milan S. gehört das "Café King".
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