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Trotz Abmahnung

Umstrittene Schaffnerin betreut weiter Fahrgäste

Eine Schaffnerin hatte eine 16-Jährige nachts in die Kälte geschickt, weil diese nicht zahlen konnte. Die Bahn reagierte mit Unverständnis - will die Mitarbeiterin aber nicht versetzen. Der Fahrgastverband fordert härtere Sanktionen.
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Königs Wusterhausen -  Königs Wusterhausen - Die Bahn ist zerknirscht. Nachdem eine 16-Jährige bei klirrender Kälte von einer Schaffnerin – intern „Kundenbetreuer im Nahverkehr“ genannt – aus dem Zug gewiesen worden war, weil die Jugendliche zu wenig Geld für den Fahrkartenkauf hatte, wollen Bahn-Vertreter am heutigen Sonnabend mit der Mutter sprechen. „Wir wollen wiedergutmachen, was möglich ist“, sagte ein Sprecher. In welcher Form dies geplant ist, ließ er offen. Die Schaffnerin werde weiter als Kundenbetreuerin eingesetzt. Der Fahrgastverband Pro Bahn hielt eine Versetzung auf eine Stelle ohne Kundenkontakt für „zwingend notwendig“. Die Frau wird nun abgemahnt.

Die Frau, deren Alter der Sprecher mit „Mitte 50“ angab, sei erfahren und bedauere ihr Verhalten außerordentlich. Dass es Vorschriften gebe, Kinder und Jugendliche auf keinen Fall aus dem Zug zu weisen, sei ihr bekannt gewesen. Warum die Schaffnerin sich trotzdem nicht daran gehalten hat, sei auch für die Bahn nicht nachvollziehbar, sagte der Sprecher.

Unklar bleibt auch, warum die „Kundenbetreuerin“ nicht per Handy mit der Mutter der Jugendlichen gesprochen hatte. Für solche Fälle sollen die Mitarbeiter ihr mitgeführtes Diensthandy nutzen. Die Jugendliche hatte während der Auseinandersetzung mit der Schaffnerin selbst mit der Mutter telefoniert; deren Wunsch, mit der Schaffnerin zu reden, habe diese aber ignoriert.

Weil es 2008 mehrere ähnliche Fälle gegeben hatte, wurden die Schaffner nach Angaben der Bahn damals explizit auf die Vorschriften hingewiesen und zudem per SMS auf dem Diensthandy daran erinnert. Auch in Schulungen werde regelmäßig auf diese Vorschriften hingewiesen, sagte der Sprecher. Demnach sollen auch Betrunkene auf keinen Fall aus einem Zug gewiesen werden.

Treffen Schaffner im Regionalverkehr auf Fahrgäste ohne Fahrkarte, sind die Mitarbeiter fast immer in einer Zwickmühle. Das Nachlösen beim Schaffner im Zug ist in Berlin-Brandenburg grundsätzlich möglich. Wer es nicht geschafft hat, sich vor der Fahrt eine Fahrkarte zu kaufen, weil zum Beispiel der Automat auf dem Bahnsteig nicht funktioniert hat, soll sich aber sofort nach dem Einsteigen beim Schaffner melden. Häufig drücken die Mitarbeiter aber auch ein Auge zu, wenn ein Fahrgast erst bei der Kontrolle erklärt, er benötige noch eine Fahrkarte. Auf diese Weise kann man gratis fahren, falls auf der gesamten Fahrt nicht nach der Fahrkarte gefragt wird. Die Schaffner müssen entscheiden, ob sie einen Fahrgast, der keine Fahrkarte erwerben konnte, oder einen notorischen Schwarzfahrer vor sich haben.

In vielen Bundesländern ist bei der Deutschen Bahn kein Nachlösen im Zug möglich. Wer ohne Ticket erwischt wird, gilt meist auch dann als Schwarzfahrer, wenn zuvor der Kauf eines Fahrscheins gescheitert war. Klaus Kurpjuweit

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 30.01.2010)
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Kommentare [ 51 ] Kommentar hinzufügen »

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von lizzi lizzi ist gerade offline | 29.1.2010 22:20 Uhr
Dann kann man ja nur noch hoffen,
das das Mädel nie wieder auf diese Person trifft. Denn das Mädel wird diese Situation nie wieder vergessen. Wünsche alles Gute der gesamten Familie!!!
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von shizuka shizuka ist gerade offline | 30.1.2010 1:21 Uhr
Kann ja auch nur in Deutschland passieren
In anderen Ländern hätten die Mitreisenden der Dame wohl im Handumdrehen ein paar Ohrfeigen verpasst.

In Deutschland haben sie halt eben immer noch Angst vor Leuten in Uniform - selbst vor der eines Schaffners.
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von ulli_ramps ulli_ramps ist gerade offline | 30.1.2010 18:24 Uhr
Keine Ohrfeigen - Aussteigen lassen
Ohrfeigen wären da vielleicht falsch gewesen (wenngleich verständlich).
Einfach die Schaffnerin selbst aus dem Zug hinaus expedieren und auf dem kalten Bahnhof stehen lassen - damit sie am eigenen Leibe spürt, wie sich dümmliche Gewalt "deutscher" Uniformträger so anfühlt.

Wie die Bahn diese Un-Person auch nur noch einen Tag weiter beschäftigen kann, ist mir völlig unverständlich.

Moralvorstellungen und Gesetzestreue (mussten die nicht alle sogar unterschreiben, laut Artikel, dass derlei Verhalten keinesfalls mehr getätigt werden würde?) kommen in diesem Land in eine derartige Schieflage, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.

Vermutlich wurde vom Vorgesetzten intern mündlich bei Unterschrift dazu gesagt: "Dieser Wisch Papier ist natürlich nur für die Presse - Minderjährige ohne Ticket werden natürlich weiterhin rausgeworfen!".
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von theportcorner theportcorner ist gerade offline | 30.1.2010 5:32 Uhr
man sollte das auch nicht überbewerten!
Lieber lizzi - jetzt machen sie mal halblang: Das Mädchen wurde nicht vergewaltigt! Natürlich ist das Verhalten der Schaffnerin unentschudlbar - aber was soll denn bitte mit Ärzten passieren, die einen Kunstfehler machen? Menschen machen Fehler - wir sollten alle endlich damit beginnen das zu verstehen und nicht ständig nach Todesurteilen rufen!
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von lizzi lizzi ist gerade offline | 30.1.2010 23:34 Uhr
Wieso Todesurteil, thereportcorner,
vom 30.01./5:32?
Soll doch die Mitarbeiterin einfach mal ihren Verstand einschalten und sich überlegen, wie kalt es draussen ist und wie warm sie es im Zug hat!!!
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von kohlentrude kohlentrude ist gerade offline | 30.1.2010 8:12 Uhr
Sollte es möglich sein,
daß niemand in diesem Waggon war, der 2 Euro für das Mädchen hatte??? Eigentlich unvorstellbar!!
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von serafin serafin ist gerade offline | 30.1.2010 8:54 Uhr
im früheren Artikel stand doch ....
im früheren TSP-Artikel stand doch die Schülerin hatte das Geld für das Ticket, nicht jedoch den Zuschlag für das Lösen im Zug. Was ist nun richtig? Bei den zusätzlichen "Fakten", Mutter wollte am Handy mit der Schaffnerin sprechen, die lehnte dies jedoch ab, ist eine Abmahnung eindeutig zu mild, sogar die Versetzung auf eine Stelle ohne Kundenkontakt. Solche Leute soll man wirklich rausschmeissen!
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von maz maz ist gerade offline | 30.1.2010 10:08 Uhr
Bahn AG
Ok ich koentte jetzt schweres Geschuetz auffahrenm aber um des leiben Fireden willnes belass ich es bei den Lesermeinung im Artikel: 16-Jährige aus dem Zug gewiesen.
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von vanillacream vanillacream ist gerade offline | 30.1.2010 11:15 Uhr
Nachlösen


Zitat von Deutschen Bahn

In vielen anderen Bundesländern ist bei der Deutschen Bahn kein Nachlösen im Zug möglich. Wer ohne Ticket erwischt wird, gilt meist auch dann als Schwarzfahrer, wenn zuvor der Kauf eines Fahrscheins gescheitert war.


Hm wüste ich gar nicht, hab meine Tickets in Berlin und Umland immer erst im Zug gekauft und notfalls die Pauschale für den Schaffner bezahlt, wenn er sie denn überhaupt verlangt hat.
Die Automaten sind echt übel und am Schalter dauert echt meist immer n Ewigkeit bis man seine Tickets hat.
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von maxiboy maxiboy ist gerade online | 30.1.2010 11:15 Uhr
Nachlösen
"In vielen Bundesländern ist bei der Deutschen Bahn kein Nachlösen im Zug möglich. Wer ohne Ticket erwischt wird, gilt meist auch dann als Schwarzfahrer, wenn zuvor der Kauf eines Fahrscheins gescheitert war."

Ich habe längere Zeit in Mannheim und Heidelberg gelebt. Das Nachlösen im Zug war in der Regel bis in die 90er Jahre hinein möglich und wurde dann abgeschafft, vermutlich aufgrund der Sache mit dem Gratisfahren. Als ich nach Berlin zurückkam, empfand ich das Nachlösen im Zug als ein historisches Relikt aus Bundesbahnzeiten.

Im Süden sieht es so aus, dass man in der Regel dann zunächst tatsächlich als Schwarzfahrer gilt, jedoch geprüft wird, ob der Automat wirklich defekt war. In der S-Bahn Rhein-Neckar (Mannheim/Lu/Heidelberg) sind dafür auch Fahrscheinautomaten und Entwerter in den Bahnen selbst aufgestellt, so dass die Ausrede des defekten Automaten in der Regel nicht mehr greift.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 30.1.2010 11:30 Uhr
diese Person
wird weiter auf Fahrgäste losgelassen? Ungeheuer. Gibt doch bestimmt Posten bei der Bahn, wie z.B, im Winter die Weichen freihalten. Wäre für so jemand der richtige Job
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von kaleu kaleu ist gerade offline | 31.1.2010 15:04 Uhr
Noch jemand der dabei war, ....
...eben so wie Frau Petra Passbohrung auch.
Also uwemohrmann, nix wie hin und das Mädel als Zeuge unterstützen.
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von omni omni ist gerade offline | 30.1.2010 12:37 Uhr
Fahrgäste
Auf Spiegel online wird berichtet, dass noch weitere Fahrgäste im Zug waren. "Die haben Zeitung gelesen oder aus dem Fenster geguckt. Eingemischt hat sich keiner"

Das erschreckt mich mindestens genauso wie das Verhalten der Schaffnerin.
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von unbekannt | 30.1.2010 13:04 Uhr
Kundenorientierung, was ist das???
Dieser Beitrag beweist erneut, dass der Konzern Deutsche Bahn AG von Kunden- und Dienstleistungsorientierung soweit entfernt ist wie die Erde vom Mond! Am Ende des Tages verhalten sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer noch wie "Bahnbeamte", also obrigkeitsstaatlich, unfreundlich - und, wie diser Fall deutlich macht, eindeutig asozial!

Was sich viele (Bahnmitarbeiterinnen und -mitarbeiter) offenbar nicht klar machen, ist die Tatsache, dass es die Kundinnen und Kunden sind, die ihr Gehalt mitbezahlen. Keine Fahrgäste - kein Zugverkehr - kein Zugpersonal!

Diese Erkenntnis fehlt zwar auch vielen Kellnerinnen und Kellnern, Verkäuferinnen und Verkäufern. Aber die können mich dann sonstwas, da esse ich nicht mehr, oder kaufe ich nicht mehr ein, die können mich jedenfalls nicht in der Pampa in siebirischer Kälte aus dem Zug werfen!!!
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von moe moe ist gerade offline | 30.1.2010 13:11 Uhr
erschleichen von leistungen
ich würde ja gerne die genaue aussage der 16-jährigen hören. sie hat ja die strecke schon vorher mit dem zug zurückgelegt. es wäre auch ungewöhnlich, wenn sie auf den großen berliner bahnhöfen (nur dort halten die regionalzüge) keinen automaten gefunden hat.

eigentlich hätte die schaffnerin sie sofort wegen schwarzfahren anzählen sollen. erschleichen von leistungen ist eine straftat ... da muss man auch nicht mehr mit der mutter telefonieren.

ich mutmaße, dass die kleine vielleicht auch nicht mehr ganz freundlich war und mit dem raussetzen sehr gut bedient war ... ich meine, statt eines knöllchend oder der abholung durch die polizei. die hätte nämlich die kleine nach haus fahren müssen.

es stellt sich nämlich die frage, ob die mutter nicht ihre fürsorgepflicht verletzt hat.
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von blumentopfche blumentopfche ist gerade offline | 31.1.2010 10:55 Uhr
stimmt schon,
aber böse, böse schaffnerin und argloses unbeholfenes 16 jähriges mädel , dass in der wildnis ausgesetzt wird hört sich ja besser an.

die junge dame hätte doch in KW am automaten eine fahrkarte lösen können und wäre dann mit dem nächsten zug gefahren, eben eine stunde später.
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von BRDMatrix BRDMatrix ist gerade offline | 30.1.2010 13:22 Uhr
Die deutsche Schaffnerin
Auch ohne die Hintegründe genau zu kennen, evozieren die beiden Artikel über den Rausschmiss der Jugendlichen bei Minusgraden kurz vor dem Fahrziel bei mir das Bild einer uniformierten ehemaligen DDR-Bürgerin im Dienst, die ich auch aus Museen und anderen öffentlichen Einrichtungen kenne. Sie sind unsympathisch, herrisch und weisen einen gewissen Hang zur überregeltreuen Strenge auf, der - andere maßregelnd - eine Lust am Schikanieren offenbart. Im obigen Fall umsomehr, als ja ganz andere Anweisungen laut eigener Aussage der Schaffnerin bekannt waren, als sie sogar das Telefonieren mit der Mutter der Jugendlichen verweigerte. Auch wenn sich die Jugendliche, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt, unflätig verhalten haben sollte, ist es die deutsche Schaffnerin, die völlig falsch handelte. Sie sollte mindestens streng abgemahnt werden. Und mit ihr sollte ein Mitarbeitergespräch geführt werden, in dem ihr klargemacht wird, wer sie im Dienst ist und wie sie sich zu verhalten hat. Privat kann sie natürlich in allen Fantasieuniformen der Welt ihren Neigungen nachgehen, wenn sie Gleichgesinnte trifft.
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von kleinchaos kleinchaos ist gerade offline | 30.1.2010 13:37 Uhr
Fürsorgepflicht
bei einer 16-jährigen?
Das Mädel hatte genug Geld dabei, war nur nicht in der Lage in Berlin eine Fahrkarte zu kaufen. Naja.

Ist mir auch schon passiert, dass ich es nicht mehr geschafft hab eine Fahrkarte zu kaufen. Bin gleich zum Schaffner und hab Bescheid gesagt. Als der dann durchging hab ich meine Karte bei ihm bekommen, ohne Aufschlag.

Ich fahr öfter im Jahr mit der Bahn, und bisher waren alle Schaffner freundlich.
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von hjb hjb ist gerade offline | 30.1.2010 14:00 Uhr
Beamtin ???
Das wird ja immer doller, stellt sich auch noch heraus, dass die Schaffnerin eine Beamtin ist (Amtshandlung).

Hier noch einmal der Straftatbestand: § 221, Aussetzung, Vergehen im Amt

Die Aussetzung ist eine Straftat, die sich gegen das geschützte Rechtsgut
des Lebens und insbesondere gegen die seelische und körperliche
Unversehrtheit richtet. Die Aussetzung zählt zu den konkreten
Gefährdungsdelikten. Durch die Strafrechtsreformen (insbesondere 6. StrRRefG
von 1998) ist der Opferkreis und die Tathandlung erheblich ausgeweitet
worden. Die Strafvorschrift ist in § 221 StGB geregelt.

Der Tatbestand lautet:

(1) Wer einen Menschen

1. in eine hilflose Lage versetzt oder
2. in einer hilflosen Lage im Stich lässt, obwohl er ihn in seiner Obhut hat
oder ihm sonst beizustehen verpflichtet ist, und ihn dadurch der Gefahr des
Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung aussetzt, wird mit
Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

(2) Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen,
wenn der Täter
1. die Tat gegen sein Kind oder eine Person begeht, die ihm zur Erziehung
oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut ist, oder
2. durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung des Opfers verursacht.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers.......

Man kann immer noch Anzeige erstatten, auch anonym.


Comment
von unbekannt | 30.1.2010 15:17 Uhr
Solidarität für Emmely...
...ich kann mich noch gut an die Diskussion um o.g. Kassiererin
erinnern, ich glaube, daß die, die heute am liebsten die Schnafferin lynchen wollen, damals auf der Seite der Emmely standen ?!
Vielleicht geht es hier gar nicht um die Sache, sondern um sein
Mütchen zu kühlen: hier Deutsche Bahn, damals Kaisers...
Nicht Verantwortung übernehmen, sondern die eigenen Unzulänglich-
keiten anderen in die Schuhe schieben.
Comment
von kobalt kobalt ist gerade online | 30.1.2010 17:34 Uhr
Bahn AG
Ich möchte hier mal ein anderes Beispiel anbringen:
Ich war letzten Sommer mit einem Wochenendticket unterwegs nach Hamburg, und wir sind irrtümlicherweise in ein IC eingestiegen, was vom Fahrschein nicht zugelassen war.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Schaffnerin hat ein Auge zugedrückt und wir waren 2 Stunden früher am Ziel.
Sie können auch anders !
Comment
von maxiboy maxiboy ist gerade online | 30.1.2010 19:12 Uhr
Die Schaffnerin hat vielleicht mit ihrer Existenz gespielt
Man weiß ja, wie wenig es braucht, um in diesem Land fristlos entlassen zu werden (und da ist der Kündigungsgrund einer Bulette wahrscheinlich noch billiger als eine IC-Fahrkarte).
Comment
von Leseratten Leseratten ist gerade offline | 30.1.2010 17:46 Uhr
Kirche im Dorf lassen
man sollte die Kirche im Dorf lassen und nicht sofort nach reisserischen Artikeln nach dem Henker rufen.
Wer war bitte dabei als der Vorfall war ???
Also nur aufgrund von Artikeln waren alle dabei und wollen die Schaffnerin hinrichten, anzeigen oder fordern die Entlassung.
1. liegt KönigsWusterhausen wo sie aussteigen mußte noch am Stadtrand von Berlin und hat sogar einen S-Bahnhof und ist nicht ein 20 Seelendorf im tiefsten Russland.
2. Die Schülerin will ernsthaft erklären das sie am Bhf. Alexanderplatz keinen Fahrscheinautomaten bzw. Verkaufsstelle gefunden hat ???
Wer dazu nicht einmal in der Lage ist, sollte auch nicht unbedingt alleine Zugfahren.
Lt. der Mutter hatte sie 2 Pullover und 2 Jacken an und der Rest der Kleidung war altersmäßig....
Also eindeutig Schuld der Bahn, das sie nicht noch Wärmflaschen und Skikleidung an Kunden ausgibt. ;-)
Es klingt doch eher so, das sie versucht hat darauf zu spekulieren, das sie wie sie selbst angab, zum "preiswerteren" Tarif fahren wollte, da sie ja bis jetzt fast immer Glück damit hatte, und nur 5,30 € bezahlte.
Also bevor sich alle hier auf das Personal stürzen um sie zu zerfleischen, bzw. zu hängen sollte man mal nachdenken und sich alle Seiten betrachten und das neutral !!!

Comment
von monitor monitor ist gerade offline | 30.1.2010 18:09 Uhr
Wer sich hier ein bischen auskennt,
läßt sich, wie Sie @Leseratten, nicht so leicht von den Medien vereinnahmen.
Vielleicht ist die junge Dame in Schaffnerkreisen ja schon wohlbekannt, egal.
Aber Berlin nach KW geht es auch mit der S-Bahn mit ABC Ticket.
Diese künstlich hochgeputschte Empörung um eine Schaffnerin, die sich einfach nicht von einer dreisten Göre vera.... lassen wollte geht mir gehörig auf den Keks!
Da sie ein Handy hatte und Mutti von der Sache wußte, war kleines armes Mädchen ja wohl nicht in Lebensgefahr.
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 30.1.2010 18:57 Uhr
Sind wir schon wieder so weit?
@Monitor

vor Jahren noch, als Menschen im Morgengrauen spurlos verschwanden, haben Sie vermutlich auch gedacht "irgend etwas werden die schon ausgefressen haben".

Es erschreckt mich immer wieder, wie dünn doch das Eis unserer hochgelobten Zivilisation ist.
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade online | 30.1.2010 19:59 Uhr
@passbohrung
Wie bitte???

Kann man in diesem Forum denn gar kein Thema mehr behandeln, ohne dass derart IDIOTISCHE Vergleiche herangezogen werden.

Ich muss mal auf der Sportseite nachsehen, ob da auch die Situation von Hertha BSC mit der der Juden unter den Nazis gleichgestellt wird.

mog
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 30.1.2010 20:39 Uhr
Wir sind wieder so weit!
Herzallerliebster @Mogberlin

Meine Frage zielt auf die Mitläufer alle Diktaturen dieser Welt, die diese Diktaturen überhaupt erst ermöglichen.

Warum Sie sich angesprochen fühlen und warum Sie die Frage auf Juden und Herta reduzieren wollen, ist nicht nachvollziehbar.

Recht haben Sie in soweit, als sich Mitläufer niemals selbst als Solche sehen.

Vielleicht erlaubt ihre Zeit es uns hier zu erklären, warum §22 PBefG für Jugendliche in Brandenburg nicht gelten soll.

Das wäre ein Beitrag, der Rechtsgeschichte schreiben könnte.
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade online | 30.1.2010 21:15 Uhr
Wir sind schon viel weiter!
Allerzauberhafteste, höchstverehrte Petra Passbohrung,

ich will mich gar nicht detailliert zu dem Thema äussern. Man kann, wie die verschiedenen Threads zeigen, unterschiedliche Meinungen sinnvoll begründen, aber auch masslos übertreiben.

Prinzipiell bin ich gar nicht soo weit von Ihrer Meinung entfernt. ABER bitte vergleichen Sie nicht eine 16-jährige, der Unrecht geschehen ist und eine Schaffnerin, die sich falsch verhalten mit Diktaturopfern und -tätern dieser Welt.

Damit tun Sie weder sich noch den Protagonisten dieses Vorfalls einen Gefallen und den Opfern der Diktaturen werden Sie schon gleich gar nicht gerecht.

mog
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 30.1.2010 23:32 Uhr
lieber Mog
Nach einer Stunde in einem Tiefkühlraum und mit 'normaler' Winterkleidung können wir uns gerne darüber unterhalten, welcher Vergleich hier angemessen ist.

Die Zugführerin konnte nicht davon ausgehen, dass das Mädchen relativ zügig abgeholt wird und hat das Erfrieren der Rausgeworfenen in Kauf genommen. Das ist mindestens Körperverletzung, je nach bleibendem Schaden aber nach oben offen. Die nichtverbeamteten Mitreisenden sind -meiner Meinung nach- allerdings auch zu Belangen.

Wer Beamter ist, das heißt mit jeder Handlung die Bundesregierung vertritt, muss charakterlich geeignet sein. Wie dieses Beispiel zeigt, erliegt man all zu leicht den Versuchungen der Macht.

Aber wollten Sie mir nicht erklären, warum die Beförderungspflicht in Brandenburg für minderjährige Mädchen nicht gilt?
Comment
von monitor monitor ist gerade offline | 30.1.2010 21:59 Uhr
Hallo Petra
ich bin eher links, sehr sozial und ich war mehrere Male und werde es wieder tun, in der Gedenkstätte Sachsenhausen, weil man da unmittelbar erfahren kann, wozu Menschen fähig sind. Dort besinnt man sich immer wieder neu und lernt was verordnete politische Halt5ung anrichten kann.
Sie stellen verschwundene Menschen bei Nacht mit dem Rauswurf einer Bahnbenutzerin gleich, die am Fahrgeld sparen wollte.

Das steht für sich und muß nicht weiter kommentiert werden.

Aber Ihre groteske Haltung steht für die Sicherheit vieler Menschen, die Regeln missachtend sich auf Kosten anderer zu bewegen, weil schon irgend ein Depp ihre Partei ergreifen wird und ihr Verhalten rechtfertigen wird.
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 30.1.2010 22:39 Uhr
Leider
"Sie stellen verschwundene Menschen bei Nacht mit dem Rauswurf einer Bahnbenutzerin gleich, die am Fahrgeld sparen wollte."

bemerken Sie nicht, dass dies _Ihre_ Unterstellung ist, die mit den bekannten Fakten nicht zur Deckung zu bringen ist.

Auch Sie bitte ich zu erklären, warum die Beförderungspflicht für weibliche Minderjährige nicht gelten soll.


Comment
von kaleu kaleu ist gerade offline | 31.1.2010 13:29 Uhr
Diese Pflicht besteht doch, ....
...und wird erfüllt. Sie ist grundsätzlich, die Pflicht zur Personenbeförderung, allerdings wiederum grundsätzlich nur bei vorgelegter Fahrkarte des Fahrgastes. Diese Plicht schließt übrigens 16 jährige Mädchen auch ein.
Frage beantwortet?
Ob es sich in diesem Fall möglicherweise um das Zusammentreffen einer fiesen, Schaffnerin auf ein zahlungunwilliges 16 jähriges Mädchen handelt, kann ich nicht beurteilen. Dafür reicht dieser TS Artikel nicht aus.

Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 31.1.2010 17:27 Uhr
Hmmm,
und warum entschuldigt sich die Bahn für etwas, was ihrer Meinung nach ihr gutes Recht war.

Konsequenterweise sollten Sie alle Bahnmanager, die ihre Mitarbeiter angewiesen haben Minderjährige nicht gemäß Ihrer Interpretation der Beförderungsbedingungen in der Pampa auszusetzen, wegen Veruntreuung von Firmenvermögen zur Rechenschaft ziehen.

Vor Allem aber sollten Sie von der BahnAG eine Erklärung verlangen, warum Ihre Interpretation der Beförderungsbedingungen fast ausnahmslos in Brandenburg, im letzten Zug und gegenüber jungen Mädchen durchgesetzt wird.

Es ist wenig wahrscheinlich, davon auszugehen, dass ausgerechnet die stadtbekannten Rabauken immer mit gültigen Fahrkarten unterwegs sind.
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 31.1.2010 17:47 Uhr
Wo bitte
muss man 'dabeigewesen sein', um das wachsweiche Rumeiern des Pressesprechers der BahnAG sinnstiftend lesen zu können?

Auch ist es keine Parteinahme festzustellen, dass die Bahn bei der Aufarbeitung der Aussetzungen Minderjähriger regelmäßig gelogen hat.

Wie nennen Sie es, wenn aus einer mit viel Getöse angekündigten 'zu unterschreibenden Anweisung' bei Nachfrage eine 'SMS auf das Diensthandy' wird?


Übrigens:
Ich habe den Zuschlag noch nie zahlen müssen. Bislang reichte es jedes Mal zu sagen, die Schlange vor Automaten und Schaltern sei so lang gewesen, dass ich diesen Zug nicht mehr erreicht hätte. Ich bin sicher, es wird auch weiterhin akzeptiert werden, denn ich bin kein Kind, das sich aus dem Zug werfen lässt.
Comment
von ottonormal ottonormal ist gerade offline | 30.1.2010 18:03 Uhr
Störfaktor Kunde
Lange fühlte ich mich bei Fahrten in U-Bahn, S-Bahn und Bahn wie ein geduldeter Störfaktor. Das wird ganz langsam besser. Im ICE habe ich seit einiger Zeit das Gefühl, als Kunde behandelt zu werden, über dessen Geld man sich freut, und den man einigermaßen gut behandelt. Aber es kann sich noch viel tun. Idee: Macht das Gehalt der Bahnbediensteten von der Anzahl der zufriedenen Kunden abhängig :-)
Comment
von jodaturiker jodaturiker ist gerade offline | 30.1.2010 18:08 Uhr
@uwemohrmann
zitat:
"diese Person wird weiter auf Fahrgäste losgelassen? Ungeheuer. Gibt doch bestimmt Posten bei der Bahn, wie z.B, im Winter die Weichen freihalten...."

lieber herr mohrmann.
wie wär es denn mit kohlenschippen in der diesellok!
Comment
von the_master the_master ist gerade offline | 30.1.2010 18:18 Uhr
Oh...
...was eine grauenhafte Person, die einer Nichtzahlenden die Anspruchnahme einer Leistung verweigert.

Ich werde umgehend zum Flughafen Tegel fahren, und wenn die mich nicht umgehend in ein Flugzeug in die Karibik lassen, randaliere ich, bis ich das kriege! Man kann mich doch nicht hier im kalten Berlin lassen!
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 30.1.2010 18:30 Uhr
Womit geklärt wäre,
dass dieses Verhalten der Schaffnerin - entgegen aller Sprechblasen und Krokodilstränen - der realen Bahnpolitik entspricht!

Auch die hoch und heilig versprochene schriftliche Vergatterung, Jugendliche nicht aus dem Zug zu werfen, war gelogen, denn darauf festgenagelt soll es nur noch eine SMS mit nicht prüfbarem Inhalt gewesen sein.

Wer wird zukünftig der Bahn überhaupt noch ein Wort glauben?
Der Pressesprecher der Bahn kann froh sein, keine Holzpuppe zu sein. Seine Nase hätte die Körperhöhe weit überschritten.


Ich kann mir vorstellen, dass zukünftig Fahrgäste die Beförderungspflicht des ÖPNV mit Hilfe der Bundespolizei gegen Bahnbedienstete durchsetzen. Wenn der Zug dann eine Stunde steht, die Bahn will es ja so.


Der Bahn scheint überhaupt nicht klar zu sein, wohin sie steuert. Dass dies ein weiterer Hebel ist, die S-Bahn in kompetentere Hände zu übergeben, kann niemand leugnen. So viele Umsonst-Monate kann die S-Bahn überhaupt nicht spendieren, dass all dies vergessen wird.

In diesem Sinne: Weiter so DB!
Comment
von kaleu kaleu ist gerade offline | 31.1.2010 14:59 Uhr
Also Frau Passbohrung, Sie müssen....
...dabeigewesen sein, anders ist Ihre parteinehmende Argumentation nicht zu verstehen.
Dann gehn Sie bitte auch hin, und helfen Sie dem Mädchen.
Leider kann ich das nicht, ich war nicht dabei. Doch ich wär ebenso wütend, wenn ich`s so miterlebt hätte wie Sie.
Comment
von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade offline | 31.1.2010 20:44 Uhr
Wo bitte
@Kaleu
muss man 'dabeigewesen sein', um das wachsweiche Rumeiern des Pressesprechers der BahnAG sinnstiftend lesen zu können?

Auch ist es keine Parteinahme festzustellen, dass die Bahn bei der Aufarbeitung der Aussetzungen Minderjähriger regelmäßig gelogen hat.

Wie nennen Sie es, wenn aus einer mit viel Getöse angekündigten 'zu unterschreibenden Anweisung' bei Nachfrage eine 'SMS auf das Diensthandy' wird?


Übrigens:
Ich habe den Zuschlag noch nie zahlen müssen. Bislang reichte es jedes Mal zu sagen, die Schlange vor Automaten und Schaltern sei so lang gewesen, dass ich diesen Zug nicht mehr erreicht hätte. Ich bin sicher, es wird auch weiterhin akzeptiert werden, denn ich bin kein Kind, das sich aus dem Zug werfen lässt.

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