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Nahverkehr

Wowereit will S-Bahn nach Falkensee – der Bund nicht

Beim gegenwärtigen Desaster der S-Bahn ist es schwer zu glauben: Aber es gibt noch immer Pläne, das Netz zu erweitern. Allerdings gibt es einiges zu klären - der Bund will beispielsweise nicht die Kosten für den Streckenbau tragen.
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Falkensee -  Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Bahnchef Rüdiger Grube waren sich nach ihrem Gipfeltreffen am Montag einig, dass es gut wäre, die S-Bahnen auch nach Falkensee fahren zu lassen. Eine Entscheidung ist hier aber weiter nicht gefallen.

Der Bund will bisher den Streckenbau nicht finanzieren, weil der Weiterbau der S-Bahn zwar insgesamt wirtschaftlich wäre, aber vor allem für Bewohner in Spandau. Brandenburger hätten dagegen auch Nachteile, weil bei einem S-Bahn-Betrieb weniger Regionalzüge fahren würden, die ihr Ziel in der Innenstadt schneller erreichen als die S-Bahn. Der Senat prüft deshalb derzeit, ob die S-Bahn lediglich bis zur Station Hackbuschstraße verlängert werden kann, was wiederum aber dem Bezirk nicht behagt, der dort Probleme mit Parkplätzen sieht. Er würde die Strecke deshalb lieber bis Albrechtshof verlängern lassen. Auch Wowereit und Grube haben sich bei ihrem Spitzentreffen hier nicht festgelegt.

Das nordwestlich Berlins gelegene Velten bleibt bei seinem Wunsch, die S-Bahn von Hennigsdorf aus zu verlängern. Die erforderliche Kosten-Nutzen- Untersuchung hat die Kommune selbst auf den Weg gebracht. Auch in Rangsdorf südlich von Berlin gibt es weiter Pläne zur Verlängerung der S-Bahn. Und im Berliner Südwesten ist vor kurzem erst von Kleinmachnow und dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf angeregt worden, auf der Trasse der sogenannten Stammbahn, auf der 1838 die erste Eisenbahn in Preußen zwischen Berlin und Potsdam fuhr, wieder Gleise für die S-Bahn zu bauen. Zwischen Zehlendorf und der neuen Endstation Kleinmachnow/Dreilinden sollen Zwischenhalte in Zehlendorf-Süd und Düppel/Kleinmachnow entstehen. Bis dorthin fuhren nach dem Krieg bereits S-Bahnen. 1980 hatte die Reichsbahn aber den Betrieb eingestellt. (kt)

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.07.2009)
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Kommentare [ 3 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von andrae andrae ist gerade offline | 15.7.2009 9:59 Uhr
Es gab bis zum Mauerbau....
immer eine S-Bahnverbindung von Spandau nach Falkensee.Die Einrichtung dieser alten und traditionsreichen Strecke ist absolut richtig und notwendig. Der Straßenverkehr wird entlastet.Eine Station Hackbuschstraße ist schwachsinnig und unüberlegt. Wenn schon, dann Nägel mit Köpfen machen. Auch die Anbindung von Hennigsdorf nach Velten macht Sinn.
Comment
von guderian guderian ist gerade offline | 15.7.2009 12:34 Uhr
Je mehr S-Bahn
desto besser.
Comment
von prokrastes prokrastes ist gerade offline | 15.7.2009 14:22 Uhr
Und wann kommt der Tunnel?
Der S-Bahn-Tunnel, der den sogenannten "Hauptbahnhof" an Nord-Süd-S-Bahn-Strecken anbindet und beim Bau des Tiergartentunnels mal eben "vergessen" wurde?

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