Horst Mahler wurde wegen Zeigen des Hitlergrußes beim Haftantritt in einem Gefängnis zu elf Monaten Haft verurteilt. Gegen diese Strafe setzt sich der ehemalige NPD-Anwalt gerichtlich zur Wehr.
Cottbus -
Der Rechtsextremist und frühere NPD-Anwalt Horst Mahler hat gegen seine Verurteilung zu elf Monaten Haft Revision eingelegt. Das Landgericht hatte den 72-Jährigen in der vergangenen Woche in einem Berufungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen einer verfassungsfeindlichen Organisation verurteilt. Der einschlägig vorbestrafte Mahler hatte nach Überzeugung der Richter im November 2006 beim Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen den Hitlergruß gezeigt und eine nationalsozialistische Grußformel gerufen.
Prozess sorgte für Aufsehen
Mahler wurde dafür zunächst vom Cottbuser Amtsgericht zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Gegen dieses Urteil hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt. Über die erneute Revision habe nun das Oberlandesgericht Brandenburg zu entscheiden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Cottbus am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft habe dagegen auf Rechtsmittel verzichtet.
Der Berufungsprozess vor dem Landgericht hatte auch deswegen für Aufsehen gesorgt, weil die Cottbuser Oberstaatsanwältin Cäcilia Cramer-Krahforst wegen einer Äußerung anschließend den Posten als Leiterin der Abteilung zur Verfolgung politisch motivierter
Straftaten abgeben musste. Sie hatte gesagt, der "Mut" des Angeklagten, für seine Überzeugung ins Gefängnis zu gehen, nötige ihr "einen gewissen Respekt" ab. Cramer-Krahforst bedauerte später diese Äußerung.
(jg/ddp)
Kommentare [ 4 ] Kommentar hinzufügen »
" Er sei "kein Freund solcher Tatbestände, die falsche Meinungen unter Strafe stellen." " ( hassemer).
ich vermute mal der herr mahler will es darauf ankommen lassen und wird bis vor das höchste gericht ziehen , um eine entscheidung in dieser sache zu erzwingen.
Die braunen Brunnenvergifter versuchen alles, um eine Berichterstattung zu erreichen. Sie hassen die freie Presse, wollen dort aber unbedingt zu Wort kommen.
Wen interessiert schon dieser Herr M.?
Spannender ist es da schon, was heute in anderen Zeitungen (z.B. taz) steht:
Die NPD in Marzahn-Hellersdorf wird den Fraktionssttatus verlieren.
http://npd-blog.info/?p=1986