Peinlicher Auftritt: Nach einem Ausflug des Gesundheitsausschusses in die Vereinigten Staaten ist ein Mitarbeiter aus Potsdam in die Kritik geraten. Er soll sich "unangemessen bis schikanös" verhalten und gar nach einem "Neger" verlangt haben.
Potsdam -
Nach einem Aufenthalt in den USA ist der in Potsdam lebende Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung, Randolph Krüger, in die Kritik geraten. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" soll Krüger bei einer Reise des Gesundheitsausschusses des Bundestags nach Kalifornien nach einem "Neger" verlangt haben, um den Rollstuhl seiner Kollegin Annette Widmann-Mauz fortzubewegen.
Zudem soll Krüger den Service während des Aufenthaltes insgesamt mit den Worten bemängelt haben: "Die Leute vom Konsulat sind wohl gewohnt, betrunkene Touristen aus einer Gefängniszelle zu holen, wissen aber nicht, welchen Service sie für Bundestagsabgeordnete zu leisten haben."
Inakzeptable Äußerung
Der "Spiegel" beruft sich auf einen Brief des Generalkonsuls in San Francisco, Rolf Schütte, an das Auswärtige Amt. Krüger wollte dem Bericht zufolge auf Nachfrage "nicht ausschließen", dass er nach einem "Neger" verlangt habe. Mit Blick auf den altmodischen Rollstuhl sagte er dem Magazin: "Wenn die so ein famoses Gerät angeschleppt hatten, dann sollten sie wenigstens mit anfassen".
Der Potsdamer SPD-Chef Mike Schubert sagte am Montag mit Blick auf die angebliche Anforderung eines "Negers", eine solche Äußerung sei inakzeptabel. Mitglieder und Mitarbeiter des Bundestags seien im Ausland Botschafter Deutschlands. Ihnen dürfe eine solche Äußerung nicht passieren. In erster Linie sei das eine dienstrechtliche Angelegenheit des Bundestags. Zugleich müsse der SPD-Ortsverein Potsdam-West, dem Krüger angehört, jedoch dringend über den Vorfall beraten.
Der Aufenthalt des Gesundheitsausschusses habe wohl vor allem der Freizeitgestaltung dienen sollen. Krüger habe wiederholt darauf hingewiesen, "dass das Programm bitte nicht mit inhaltlichen Terminen zu überfrachten sei und genug Zeit zur freien Verfügung bleiben möge", notierte Generalkonsul Schütte. Auch habe er um eine Zusammenstellung von Theater- und Konzertveranstaltungen sowie Einkaufsmöglichkeiten gebeten. (
pb/ddp)
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aber ob die uns vertreten sollten...??
Und irgendwie hatte ich gehofft Fr.Bätzing wäre beim Rauchen kubanischer Zigarren erwischt worden...
Möglichst schnell loswerden, diesen Krüger, bevor der noch Rentenansprüche kriegt.
Es ist schon eine seltsame Diskussion hier. Da werden Abgeordnete und Mitarbeiter durcheinander geworfen, ein Fehlverhalten hochgezogen, was offensichtlich ganz genau (mit E-Mail -Verkehr) in die Medien lanciert wurde etc. etc.
Die üblichen Reflexe kann man hier nachlesen: Weg mit dem
Alles Verbrecher auf Staatskosten. Da frag ich mich: Was soll der Artikel hier im TS? Im Spiegel ist er ausführlicher und besser. Warum schreibt der TS hier nur ab? Und dies teilweise verzerrend. Wo bleibt die Sorgfalt??
Und was das Shopping in Schuhgeschäften auf Stuerzahlerkosten angeht, möchte ich mal nachfragen wer denn schon mal mit einer Fußverletzung im Rollstuhl Schuhe gekauft hat?
Liebe Leute laßt die Kirche im Dorf und lest die Artikel ganz genau und auch kritisch!!! Vieles was geschrieben wird dient einem Zweck. Die Frage lautet immer wenn Namen genannt werden:
Cui bono? Wem nützt es?
Bei Spiegel Online (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,572742,00.html) findet man einen längeren Artikel zu deren Auftreten.
Das müsste doch eigentlich all' die auf den Plan rufen, die ein solches Auftreten von Abgeordneten/-innen "ihrer Partei" nicht hinzunehmen bereit sind.
Es sollte zu mehr als einer Standpauke reichen.
Zur Klarstellung: Ich bin gegen genormte Abgeordnete/Bürger, deren wahre Denke und Interessen sich z. B. hier zeigen.
die haben von der Frage nach Hitlers Gesundheitszustand über die Frage aus welchem Teil Berlin ich stamme bis zur Frage, wo denn hier das Hofbräuhaus ist und die Berge beginnen kein Fettnapf ausgelassen, nicht mal die Frage ob KZs noch immer als Knastlager genutzt würden,
eben Provinzpolitiker.
Wenn ich das damals der TAZ protokolliert hätte, da ich es teilweise sogar auf Band bzw. Video hatte,
hätte es geheißen,
das wäre eine antiamerikanische Kampagne und reine OSt-Propaganda,
ganz so wie coyote es gerne hätte,
aber coyote,
ich hab's damals nicht der TAZ gegeben,
weil es mir peinlich gewesen wäre, solche Texte von Vertretern unserer damaligen Schutzmacht öffentlich zu wissen...
Die Frage: "aus welchem Teil Berlin ich stamme" haben damals viele Nicht-Berliner gestellt.
Zur Frage, "wo denn hier das Hofbräuhaus ist", fällt mir eine Gegenfrage ein: Wieviele Kneipen kennen Sie bzw. der Durchschnittsdeutsche in den USA?
Und zur Frage "ob KZs noch immer als Knastlager genutzt würden" möchte ich nur sagen: Viele Deutsche halten Guantanamo für ein KZ.
Zuletzt: War die Frage "nach Hitlers Gesundheitszustand" vielleicht nur eine Provokation? Ich habe ähnliches in England erlebt.
mindestens aber für Amis, die ja als Delegation, somit AUCH die USA repräsentierend auftraten.
Hebolds Antwort ist alber, oder würde h. in San Diego jemanden fragen, wo denn hier der Skilift sei.
Hebolds Antwort zu Guantanamo fällt schon unter grenzwertig,
außer ihm und GWB wird es kaum jemand bezweifeln das Guantanamo ein Vernichtungslager sein soll, zwar (zunächst) nicht physisch, das wollte man Sondergerichten überlassen,
auf jeden Fall aber psychisch,
mit dem Verweis, egal wie die Gerichte urteilen, die Betroffenen bleiben nach Gutdünken eines GWB in Haft.
Und antürlich war die Frage der im Wahrsten Sinne des Wortes Hinterwäldler NICHT als Provokation, zumal ich diese Frage schon damals nur zu gut aus dem canadischen BC kannte...
Und man musste auch nicht zwingend wissen, dass Berlin ein eigenes Gebiet innerhalb der DDR bildete. Denn auch Deutschland war und ist nicht das Zentrum der Welt.
Außerdem: Warum wollen amerikanische Politiker auf einer Dienstreise überhaupt ins Hofbräuhaus?
In jedem Falll ist die Dämlichkeit in beiden Fällen vergleichbar, nur darum geht es ja hier.
Zunächst: Ich sprach von KZ, nicht von Vernichtungslager. Schon das ist ein sehr großer Unterschied, Herr dali. Auschwitz gehört in die zweite, Dachau in die erste Kategorie.
Wenn Sie nun hingingen und Guantanamo mit einem KZ verglichen, dann wäre das schon Blödsinn genug. Niemand wird in Guantanamo ermordet. Niemand wird wegen seiner Rasse oder weil er schwul dort festgehalten. Und Ihre Behauptung wird auch nicht besser durch ihre billige Rhetorik, "außer Bush würde ... bla bla bla".
Aber Sie setzen Guantanamo auf eine Stufe mit einem Vernichtungslager. Also Guantanamo ist so etwas wie Auschwitz: Mit Selektion. Gaskammern. Krematorien. - - Und da regen Sie sich über Amerikaner auf, die nicht wissen wo das Hofbräuhaus ist. Sie, dali, haben es ganz sicher gewusst.
Vielleicht haben die Touristen Ihre Frage in ähnlich desaströsem Deutsch gestellt, wie Sie es hier im Forum regelmäßig schreiben. Dann haben Sie die Reisenden einfach falsch verstanden. Wundern täts mich nicht. Ich kenne vergleichbare Fragen aus England und die waren ausnahmslos von einem Augenzwinkern begleitet. Aber britischer Humor wird von Deutschen selten verstanden.
Wir sind besonders empfindlich (berechtigt und gleichzeitig unsere schlechtes Gewissen beschwörend), wenn es um Fragen zum deutschen Faschismus geht,
selbst schwarze in den USA wären da nicht so empfindlich bei Ausländern, sofern derjenige nicht ausgerechnet die Formulierung "Nigger" benutz hat, was ja nicht nur eine rassistische, sondern eine Soziologische bzw intellektuelle Beleidigung darstellt.
Was mich aber viel mehr interessieren würde
und weder hier, noch beim SPIEGEL bisher steht, ist
ob der Kerl, wie nur zu gern und häufig bei Abgeordneten aus Deutschland bei solchen Reisen zu beobachten ist, knülle war...
Fakt ist, dass diese Menschen für ein üppiges Gehalt und Flug in der Business Class unser Land repräsentieren.
Wenn man dem Spiegel Artikel glauben schenkt, war dies eine reine Freizeitreise. Politische Veranstaltungen standen so gut wie nicht auf der Tagesordnung.
Da fragt man sich schon, ob dies eine angemessene Reise ist.
Gut, dass soetwas mal ans Tageslicht kommt. Ich hoffe die Wähler aus den betroffenden Wahlkreisen merken sich das auch bis zur Bundestagswahl!!
Aber als Vertreter des NS-Nachfolgestaates nen Neger bestellen - Jude wär bestimmt auch gegangen - DAS ist geschmacklos und widerlich. Und bei solchen Äußerungen sollte wirklich mal zero tolerance gelten - sowas rutscht nicht raus, wer sowas sagt, sieht "Neger" als Untermenschen. Und die BRD ist inzwischen weit genug, um solche Menschen ins Abseits zu stellen. Also raus aus allen Ämtern und Mandaten. Punkt.
Interessant ist hier daher, wie schnell aus einem einzelnen "Mitarbeiter" auf das ganz allgemeine Verhalten der "Abgeordneten" geschlossen wird. Dann das übliche Geschimpfe losgeht. Und in einem: "Also raus aus allen Ämtern und Mandaten", endet
Aber vielleicht habe ich ja was überlesen.
Und wer von vornherein viel freie Zeit und eine Liste der Schuhläden haben will, zeigt, dass es ihm um sein privates Vergnügen auf Kosten des Steuerzahlers geht.
Aber sorry, nur geträumt, in Wirklichkeit gibt es ne fadenscheinige "Ja hab doch ich nicht gewusst dass es in USA keine Neger mehr gibt"-Entschulding (komisch, hab aber welche gesehen) und arbeitsrechtlich am Ende ne fette Sonderzahlung und wehrscheinlich noch Härtefallzulagen für die Pension. Irgend so einen Irrsinn eben, wie immer.
PS: Dass wir solche (sorry) Vollidioten auch noch zum Shoppen ins Ausland schicken ist jedenfalls der Gipfel der Ungehörigkeit!
Interessant ist hier daher, wie schnell aus einem einzelnen "Mitarbeiter" auf das ganz allgemeine Verhalten der "Abgeordneten" geschlossen wird. Dann das übliche Geschimpfe losgeht. Und in einem: "Also raus aus allen Ämtern und Mandaten", endet
Aber vielleicht habe ich ja was überlesen.
Nichsdestotrotz ist dieser "Mensch" Ministerialrat und der Leiter des Sekretariats des Gesundheitsausschusses im Bundestag. Insofern ist er schon ein politischer Beamter und reiste keineswegs nur als "ömmeliger Tourist" nach Übersee. Bin mal gespannt was mit ihm passiert. Ich wette, er wird lediglich in ein anderes Sekretariat versetzt.
Eine Provokation der Amerikaner würde ich ausschliessen wollen, habe selber mit Leuten aus Amerika zu tun.
Und dass die glauben, Hitler ist ncoh am Leben, liegt an den ewigen Hollywoodfilmen über die Nazis. Aber die Amis glauben ja auch, Frankreich werde noch von Marie Antoinette regiert.
Dies wurde später von der Agentur und dann auch von uns korrigiert.
Einige Kommentatoren nehmen offenbar noch auf die erste Fassung des Artikels Bezug.
Korrekt ist: Randolph Krüger ist Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung.
Mit freundlichen Grüßen
Die Online-Redaktion
sollte sich anders verhalten. Wer solche Reisen genehmigt ist
nicht geeignet und muß entlassen werden und die Reisenden selbstverständlich auch. Ich glaube nicht, das wir einen Fahrrad/Dosenpfand/Bürostuhl/usw.usw.usw./Beauftragten benötigen. Von den irrwitzig unzählbaren Verbänden will ich hier garnicht reden.
dann eine Blick ins Dienstrecht werfen,
mehr als ein Verweis geht da durch kein Gericht.
Und was Bundesbeamte so zu tun haben, möge steffen doch mal bei einer zu beantragenden "Begehung" sich ansehen, denn aus Satire Sendungen mit allerdings hervorragenden Kabarettisten...
aber auch nicht mehr, als viele der "klaren Aussagen" hier.
Zu einer solchen Meldung gehört eine "interessierte Seite",
das Personal des Hotels höchst wahrscheinlich nicht,
es sei denn diese Meldung ging groß aufgemacht und gut bezahlt durch die regionale Presse.
Also muss hier jemand der Delegation "gequatscht" haben, dem das Ansehen der Bundesrepublik wurscht ist.
Wohlgemerkt,
ich will hier keinesfalls das Verhalte des Betreffenden beschönigen, aber das Ganze sieht mir eher nach einem internen "schmutzige Wäsche waschen" aus, denn nach einem Aufschrei politisch Betroffener...
Wer schon mal die Aufgabe hatte, einen Auslandsbesuch von Abgeordneten zu organisieren, kann sehr wohl nachvollziehen, dass der Terminkalender nicht mit offiziellen Terminen überfrachtet werden soll. Wenn man der gut gemeinten Unterstützung der Mitarbeiter von deutschen Auslandsvertretungen nicht entschieden entgegentritt, kommt ein Terminplan dabei heraus, in dem kein Raum für selbstbestimmte Programmpunkte bleibt. Auf diesen Freiraum deutlich hinzuweisen, halte ich für absolut legitim. Eine Lustreise auf Steuerzahlerkosten wird die Reise dadurch noch lange nicht.